Haushaltsdefizit USA: Finanzierungsprobleme wachsen
Einmal im Quartal treffen sich Vertreter der Investmentbanken und Investoren mit Vertretern des amerikanischen Finanzministeriums. Im jüngsten Meeting präsentierte das Finanzministerium einen Ausblick auf die Staatsfinanzierung in den nächsten Jahren. weiterlesen …
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The Final Countdown
Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein ...
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Angie sollte von Jogis Jungs lernen
4 zu 1 und endlich sind wir für Wembley quitt. So wichtig Fußball ist: Wichtiger wäre eine charismatische Kanzlerin, die ebenfalls endlich wieder Topleistungen bringt.
Die Amis sind raus und dank einer furiosen spielerischen Leistung der deutschen Mannschaft sind die Engländer im WM-Turnier 2010 auch nur noch Geschichte. Am Rande sei erwähnt, dass Sebastian Vettel in Valencia ebenfalls gewann. Natürlich vor zwei Engländern. Viel wichtiger für die Zukunft Europas wäre jedoch eine Kanzlerin, die ebenfalls Topleistungen bringt. Leider ist Angela Merkel politisch angeschlagen zurzeit und die Krise hat sie und ihr Beraterteam auch noch nicht verstanden.
Wirtschaftsnobelpreis - die Richtung stimmt wieder
Die diesjährigen Preisträger in Stockholm sind die Politologin Elinor Ostrom und der Ökonom Oliver E. Williamson. Damit ehrt die Königlich-Schwedische Akademie zwei Wissenschaftler, die wichtige Beiträge für ökonomische Fragestellungen geliefert haben.
Die Vergabe des prestigeträchtigsten Preises der Welt ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern besitzt immer auch eine politischen Aussage. Das haben wir gerade bei der Auswahl von Barack Obama gesehen. Der US-Präsident wird für den Neuanfang der Außenpolitik nach acht Jahren Georg W. Bush ausgezeichnet. Man kann das für verfrüht halten, aber eine starke politische Botschaft ist das schon.
Im Vorjahr hat die Auszeichnung von Paul Krugman, einem der schärfsten Kritiker von Georg W. Bush, dem Preis eine besondere Note verliehen. In diesem Jahr wurden eine Politologin und ein Ökonom ausgezeichnet, die fernab von Börsenpreisberechnungen ihre Meriten gesammelt haben.
Lehman Brothers war kein “Jahrhundertfehler”
Am 15. September 2008 meldete Lehman Brothers Insolvenz an. In der Folge kam es zu schweren Verwerfungen an den Börsen und die Kurse fielen scheinbar ins Bodenlose. Dennoch sollte niemand glauben, dass die Probleme an den Märkten bei einem “Weiter so” ausgeblieben wären. Dass es sich um einen Jahrhundertfehler handelte, ist jedenfalls eine Legende.
Unter angelsächsischen Ökonomen wird die Frage, ob Lehman Brothers der eigentliche Sündenfall in dieser Krise war und man die Investmentbank besser gerettet hätte, viel kontroverser diskutiert als hierzulande. Natürlich kann man im Nachhinein formulieren, dass wenige Milliarden US-Dollar Rettungssumme - verglichen mit dem Desaster danach - eventuell günstiger für alle Beteiligten gewesen wären. Das klingt logisch, aber ist es auch richtig?
Bestand damals diese Rettungsoption überhaupt? Was wäre gewesen, wenn die Welt das Verbriefungsspiel einige Jahre weiter betrieben hätte? Wer in Szenarien und Fundamentaldaten denkt, der dürfte schnell zu dem Ergebnis kommen, dass der Knall über kurz oder lang ohnehin erfolgt wäre.
“Kasino-Kapitalismus” - Sie haben die Wahl
Über die Finanzkrise gibt es zurzeit drei deutschsprachige Bücher zur Auswahl. Alle haben ihre Vorzüge und Sie die Wahl. Als Autor eines dieser Bücher bin ich befangen, will Ihnen aber meine Meinung über die Angebote dennoch nicht vorenthalten.
Motiviert zum Schreiben eines Buches wurde ich zunächst von den Äußerungen eines gewissen Otto Graf Lambsdorff. Dieser war nach der Lehman-Pleite sehr schnell mit seiner Analyse auf dem Markt: Der Staat hat versagt, da er die Regeln falsch gesetzt hat. Diese Form des Liberalismus-Verständnisses ärgert mich schon seit Jahren - ich nenne das schlicht Dumm-Liberalismus. Und da ich vermutete, dass diese Erklärungsmuster sich fortsetzen würden, wollte ich versuchen, eine ausgewogenere Sicht der Krisenumstände zu liefern.
Über Willkür in der politischen Berichterstattung
Gerne werden Politiker und Banker in diesen Tagen gescholten. Das ist in Fällen der zweiten Gruppe durchaus nachvollziehbar und verständlich. Merkwürdigerweise werden Bankvorstände selten derart persönlich beschimpft und geschmäht wie Politiker.
Unser Finanzminister ist dünnhäutiger geworden. Das kann man verstehen angesichts der Tatsache, dass er von manchen Kommentatoren, wie einigen von der Financial Times Deutschland (FTD), ständig als unfähig hingestellt und beschimpft wird. Aber auch andere Zeitungskommentatoren sind nicht anders. Natürlich ist es das Recht eines Kommentators in einem geeigneten Umfeld seine Meinung zu schreiben. Und gerade der Kommentarteil in der FTD ist nach meiner Einschätzung der beste Teil der Zeitung überhaupt. Dennoch übertreiben einige Kollegen, die das eigentlich nicht nötig hätten, ihre Meinungskampagne gegen den Finanzminister. weiterlesen …
Euro-Krise - Wer sind eigentlich die Zocker?
Leider verstehen Politiker diese Krise nicht: Der Absturz des Euro ist Ausdruck tiefen Misstrauens gegenüber den Staaten in Euroland und nicht das Resultat verantwortungsloser Spekulanten. Wenn jemand zockt in dem Spiel, dann sind es die Regierungen der Euroländer selbst und die Europäische Zentralbank(EZB).
Angriffskrieg auf den Euro. Euro unter Beschuss. Terrorangriff von Spekulanten. Politikern ist kein Bild martialisch genug, um die aktuelle Krisensituation zu beschreiben. Nur mit der aktuellen Situation hat das wenig zu tun. Auch die üblichen Verdächtigen - Hedgefonds, Ratinagenturen und böse Spekulanten - sind schnell als Verursacher ausgemacht. In Wirklichkeit haben unsere Politiker und Jean-Claude Trichet gerade die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank auf dem Altar eines Strohfeuers geopfert. Die wahren Zocker sitzen in Berlin, Paris und Luxemburg und nicht in Hongkong, Frankfurt oder New York.
Wie es mit der Konjunktur weitergeht
Jetzt ist wieder Katzenjammer: Der US-Arbeitsmarkt zeigt keine Wende an, der IWF warnt vor einem längerfristig schwachen Wachstum in Europa und auch das US-Defizit wird als Risikofaktor gesehen. Überraschend ist davon nichts, aber die aktuelle Nachrichtenlage ist ein Grund innezuhalten und prinzipiell über die Konjunktur nachzudenken.
Der nach eigener Sprachregelung wichtigste Konjunkturindikator ist hierzulande der “ifo-Geschäftsklima-Index”. Die Erwartungen sind zurzeit besser als die Lage und das Klima. Das ist auf Rückkopplungseffekte mit der Börse und der Börsenberichterstattung zurück zu führen: Diejenigen, die bei dem ifo-Index ihre Bewertungen abgeben, orientieren sich auch an der Kursentwicklung und Meldungen aus der Finanzbranche. Hierdurch kommt es zu sich selbst aufschaukelnden Bewertungen, die scheinbar realitätsfremd sind. Nur so ist zu erklären, wieso die ifo-Konjunkturuhr bereits wieder in der Aufschwungphase verortet ist und damit eine Fehldeutung nahe legt.
Wirtschaft neu denken: die Wachstumsblase
In der modernen Ökonomie von heute sind Kapitalhebel überall im System notwendig: Jedes Unternehmen benötigt Fremdkapital, um Projekte zu finanzieren und das Geschäft weiter zu betreiben. Was ist jedoch das richtige Maß für den Einsatz von Fremdkapital?
Die Finanzbranche hat überdreht und zu viel Hebel im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung gesetzt. Jeder Kredit an ein Unternehmen oder an eine Privatperson ist solch ein Hebel. Dient er dazu, um spekulative Geschäfte zu finanzieren, dann handelt es sich um eine Finanzwette, die für sich genommen noch kein Problem darstellt. Fallen aber Wettpartner zu häufig aus, dann kommt es zu einer schädlichen Kettenreaktion - “Deleveraging” genannt. Das ist in Kurzform die Geschichte der aktuellen Finanzkrise.
Buchbesprechung: Der amerikanische Virus von Rainer Hank
Rainer Hank sorgt sich in seinem neuesten Buch um den Kapitalismus moderner Prägung. In liberaler Tradition ist der Autor pessimistisch, wenn der Staat jetzt zu stark eingreift. Schutz vor künftigen Krisen verspricht Hank sich von den Rettungsmaßnahmen jedenfalls nicht.
»Der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems im Herbst 2008 hat der Menschheit auf dramatische Weise vor Augen geführt, wie verwundbar der Kapitalismus ist: Vom amerikanischen Virus infiziert, ist in der globalen Wirtschaft das große Chaos ausgebrochen. Im Zeitraffer verschwinden Traditionsbanken. „Wo ist mein Geld noch sicher?“, heißt die Frage der Stunde. „Rette sich wer kann“, ist die Antwort hilfloser Anlageberater. weiterlesen …





