Minuten-Crash erneut betrachtet: Casino Royale 2.0


Der Rauch ist verzogen, der ungläubige Blick auf vergangenen Donnerstag bleibt. Obwohl sich der Markt nach weiteren Abverkäufen etwas stabilisiert hat, ist der Schaden angerichtet. Ausgerechnet zwei der wertvollsten Unternehmen der USA, Procter & Gamble und Apple, wurden zum Spielball von Spekulanten. Binnen Minuten wurde das Vertrauen in das vermeintlich ausgereifteste Finanzsystem der Welt erschüttert. Vor allem sicherheitsbewusste Kleinanleger dürften sich erneut betrogen fühlen.

Es ist wieder so weit: Der Himmel stürzt ein. 998 Punkte hat die Wall Street am vergangenen Donnerstag in der Spitze verloren – den Löwenanteil davon binnen nicht einmal 20 Minuten in den dramatischsten Augenblicken der Wall Street-Geschichte. “Schon jetzt ein Klassiker: James Cramer rettet den Markt“, kommentierte der frühere Merrill Lynch-Analyst Henry Blodget die historische Live-Coverage des Börsencrashs am Donnerstagnachmittag auf CNBC. weiterlesen …

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Der Minuten-Crash 2010: Der Wahnsinn ist zurück


Nach 15 Monaten der Kurserholung kehrt die Panik an den Markt zurück. Keine Frage: Die Griechenland-Krise bleibt eine erhebliche Belastung, die zum europäischen Flächenbrand geraten kann. Der vollkommen absurde Minutencrash der Wall Street von gestern Abend lässt sich damit indes kaum erklären. Außer Rand und Band geratene Handelssysteme gefährden den Kapitalmarkt.


Das Casino Royale hat wieder geöffnet. Die hässliche Fratze der mit normalen Parametern kaum mehr zu erfassenden Kursausschläge an den Aktienmärkten ist zurück. Ein Kursrutsch von 998 Punkten im Dow Jones – davon der Löwenanteil im Minutentakt, was ist passiert? Ein Attentat auf den Präsidenten? Ein neues 9/11?
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Kurserholung: Die Rückkehr der alten Reflexe


Nach einem katastrophalen Jahresstart  haben die Aktienmärkte in den letzten Wochen wieder deutliche Zuwächse verbucht. Keine Frage: Mit immer neuen Negativwachstumsszenarien erscheint die konjunkturelle Lage weiter  düster. An den Weltbörsen keimt jedoch angesichts der enormen Rettungspakte leise Hoffnung auf. Zu Recht? An der Spitze der Erholung stehen alte Bekannte. Kehrt der Bulle zurück?

Gottfried Heller ist immer für eine Börsenweisheit gut.  Überliefert  ist dieses Bonmot des früheren Kostolany-Partners: “Bei Pessimismus kaufen. Der Pessimismus ist die häufigste Ursache für niedrige Börsenkurse; je größer der Pessimismus desto niedriger die Kurse”.

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Zeitenwende: Die Angst vorm heißen Herbst


Es ist so weit: Zwar sieht es in diesen Tagen nicht danach aus, doch langsam, aber bestimmt, nimmt der Sommer seinen Abschied. Auch und gerade an den Aktienmärkten könnte nach einem halben Jahr der Kursgewinne ein Gezeitenwechsel unmittelbar bevorstehen, glauben immer mehr Skeptiker. Zu Recht?

Die Stunde der Wahrheit scheint gekommen. Exakt seit sechs Monaten laufen die Aktienmärkte in eine Richtung – und zwar weiter als man gemeinhin dachte: nachhaltig nach oben. Bei 3588 Zählern notierte der Dax am 9. März dieses Jahres – 5574 Zähler wurden Ende August gemessen. An den anderen europäischen Börsen, an den amerikanischen Aktienmärkten, vor allem aber an den Emerging Markets dasselbe Bild: Kurszuwächse, Rallye-Modus, Hausse-Träume. weiterlesen …

Aktienmärkte: Die Woche der Abrechnung


Im Ergebnis gab der Dow Jones in der letzten Woche knapp 0,3 Prozent ab. S&P 500 und Nasdaq konnten sogar etwas hinzugewinnen. Diese Summensicht ist jedoch verkürzt: Das System stand vor dem Kollaps.

Eigentlich wollte ich einen Kommentar schreiben, der verschiedene Indexentwicklungen auflistet: in Industriestaaten und Emerging Markets. Die Ereignisse lassen solch einen Kommentar aber nicht zu: Die Aktienmärkte der Welt tauchten zu Wochenbeginn bis Donnerstag bei unglaublicher Volatilität gemeinsam ab. Auslöser war einmal mehr die Bankenkrise in den USA. Am Freitag rettete dann die US-Regierung die Märkte vor dem Kollaps. Vorerst.

Die Ereignisse der letzten Tage im Zeitraffer

Die Investmentbank Lehman Brothers verschwindet von der Finanzlandkarte. Eine Rettungsaktion scheiterte am vorigen Wochenende. Jetzt wird das Unternehmen filettiert und einige Tausend Investmentbanker verlieren ihren Job. Barclays kauft einen US-Teil und auch in Japan gibt es Kaufinteressenten für Teile des Wallstreet-Traditionsunternehmens. Überraschend kam für hiesige Beobachter die Botschaft, dass neben den Banken ein Versicherungsriese angeschlagen war und um Hilfe bitten musste: Die American International Group (AIG) erhält einen Notfallkredit von der US-Notenbank Fed. Diese gewährte AIG einen Kredit von fast 60 Milliarden Euro und übernimmt dafür 79,9 Prozent der AIG-Aktien. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass Merrill Lynch in die Arme der Bank of America flieht.

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