Börsenjahr 2008: Ein Albtraum erster Klasse
Wenn alles gesagt, geschrieben und analysiert ist, zählt an den Märkten nur noch die einfache Mathematik. Und die spricht für die abgelaufenen 365 Tage eine ernüchternde Sprache: 2008, das war für viele Leitindizes das schlechteste Börsenjahr seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die deutschen Aktienmärkte verloren zwischen 40 und 48 Prozent ihres Wertes - und damit mehr als die Wall Street, an der die Krise ihren Ursprung genommen hatte.
Der Spuk ist vorbei, die Folgen bleiben: 2008 wird als das Börsenjahr in die Geschichte eingehen, in dem eine langsam herannahende Krise an dem US-Immobilienmarkt zum Tsunami heranwuchs, der erst den Kreditmarkt, dann die Kapitalmärkte erreichte und schließlich die Konjunktur mit einer Wucht traf, wie seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren nicht mehr.
weiterlesen …
Meist gelesen
-
The Final Countdown
Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein ...
Weiterlesen
Märkte: Es weihnachtet wenig
Von einem versöhnlichen Jahresausklang zur Weihnachtszeit kaum eine Spur: Auch in den letzten fünf Handelstagen kamen die Käufer nur sehr sporadisch zurück an den Aktienmarkt. Trotz der ab Januar greifenden Abgeltungssteuer waren die Kaufanreize bei Aktien offenbar zu gering – die deutschen Aktienindizes legten nur geringfügig zu.
Keine Santa-Claus-Rallye, kein besinnlicher Jahresausklang an der Börse – vor allem: keine Entwarnung aus der Konjunktur zum Jahresende. Kursierten in der vergangenen Woche noch Negativschätzungen eines möglichen konjunkturellen Einbruchs von 2 Prozent im nächsten Jahr, so kalkuliert die Bundesrepublik unterdessen wesentlich schärfer. weiterlesen …
Märkte: Krise, Krise, Krise
Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Im Gegenteil: In den USA wird auch offiziell festgestellt, was an den Märkten längst bekannt war – nämlich der Rezessionsstatus seit einem Jahr. Der Arbeitsmarkt bricht ebenso zusammen wie der Autoabsatz, während die EZB diesseits des Atlantiks mit beherzten Zinssenkungen gegenzusteuern versucht. Doch von so viel Negativschlagzeilen geschockt, ergreifen Anleger erneut die Flucht.
Märkte: Die nächste Welle des Ausverkaufs
Kein Halten, keine Unterstützung: In der vergangenen Woche hat der Ausverkauf vor allem an den amerikanischen Aktienmärkten eine neue Dimension erreicht. Der marktbreite S&P-500-Index stürzte auf den tiefsten Stand seit 1997. Auch der Dax näherte sich bis auf wenige Zähler seinen Jahrestiefs. Die Stimmung vor der neuen Handelswoche ist entsprechend tief in Moll gefärbt: In der Bundesrepublik prognostizieren Ökonomen 2009 den größten Einbruch der Konjunktur seit dem Zweiten Weltkrieg, an der Wall Street bestimmt die taumelnde Citigroup die Schlagzeilen.
Eine neue Woche, ein neuer Albtraum. So liest sich auch die Entwicklung der Aktienmärkte seit der Pleite von Lehman Brothers Mitte September. Ein, zwei Wochen der Gegenreaktion hat es seitdem gegeben. Der Rest: Ausverkauf in tiefrot. Und täglich grüßt das Jahrestief. weiterlesen …
Märkte: Die Achterbahnfahrt geht in die nächste Runde
Es bleibt turbulent. Auch in der vergangenen Handelswoche lieferten sich Bullen und Bären an den Aktienmärkten wieder einen beherzten Infight. In Erwartung eines neuen US-Präsidenten setzten die Börsen zunächst zu einer breiten Rallye an, um dann ausgerechnet nach der Wahl von Hoffnungsträger Barack Obama zum nächsten US-Präsidenten wieder massiv einzubrechen. Die Lage bleibt weiter extrem angespannt.
Der Markt gewährt keine Vorschusslorbeeren – auch nicht einmal einem Supermann wie Barack Obama. Wie wohl seit den Zeiten von John F. Kennedy nicht mehr, löste die Wahl des 47-jährigen Demokraten zum nächsten amerikanischen Präsidenten rund um den Globus eine Welle der Begeisterung aus.
Märkte: Willenloser Ausverkauf, nächster Teil
Das Comeback an den Aktienmärkten währte gerade mal ein paar Tage, dann übernahmen die Bären wieder die Kontrolle. Und zwar mit harter Pranke! Erneut zweistellig brachen die Weltbörsen in der vergangenen Woche ein. Daran änderten auch gute Quartalszahlen aus dem Technologiesektor nichts – die Grundstimmung bleibt manisch-depressiv.
Vielleicht würde ein “Quantum Trost“ reichen. Doch anders als 007 wird selbst das Börsianern in diesen Tagen verwehrt. Dabei stünden den Aktienmärkten die Dienste eines Geheimagenten besser denn je zu Gesicht: Völlig hilf- und willenlos floatieren die Notierungen der Weltbörsen im Moment hin und her – und das mit täglichen Ausschlägen, die früher für eine ganze Woche schon enorm turbulent gewesen wären.
Die vergangene Woche hätte dann auch folglich gereicht, um damit ein ganzes Jahr als schlecht zu bezeichnen. Um geharnischte 486 Punkte oder rund 10 Prozent brach der Aktienindex (Dax) erneut ein, nachdem er schon in den vergangenen Wochen die schlimmsten Verluste der letzten Jahre verbuchen musste. weiterlesen …
Märkte: Die Hängepartie geht weiter
Die Bereitschaft ist da: Es fehlt zwar weiter das Vertrauen, doch die Käufer kehren zurück – zumindest etwas. Positives Signal: Die erneut dramatisch schlechten Nachrichten aus der Konjunktur scheinen Anleger nicht komplett auf dem falschen Fuß zu erwischen.
Das erwartete Desaster nimmt Formen an: Die Bundesregierung rechnet nach internen Schätzungen bereits mit dem konjunkturellen Super-GAU für 2009. In nackten Zahlen bedeutet das: Ein Wachstumsrückgang von happigen zwei Prozent. Das wäre der größte Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Das schwächste Wirtschaftsjahr verlief 1973 mit einem Minus von 0,9 Prozent. weiterlesen …
Märkte: Ein kleiner Befreiungsschlag
Es ist doch noch Verlass auf die Historie: Wie so oft in der Vergangenheit notierten die amerikanischen Aktienmärkte in der verkürzten Thanksgiving-Woche fester. Die deutschen Börsen legten zum Teil noch stärker zu. Dennoch sind die Marktteilnehmer nach zuletzt so vielen gescheiterten Erholungsversuchen skeptisch, ob der Dezember noch für eine spürbare Korrektur eines desaströsen Börsenjahres gut ist.
Es herrscht noch etwas Leben im Markt. Nach einem erneut vernichtenden Kurssturz in der Vorwoche setzten die Aktienmärkte rund um den Globus in den letzten fünf Tagen zur breit angelegten Rallye an. Der Deutsche Aktienindex (Dax) kletterte um stolze 542 Punkte oder fast 13 Prozent auf ein Niveau von 4669 Zählern – in der Vorwoche war der deutsche Bluechip-Index noch bei 4127 Punkten stehen geblieben. Trotz der starken Rallye, die vor allem von Finanzwerten angetrieben wurde, bleibt seit Jahresbeginn ein Minus von deftigen 42 Prozent. weiterlesen …
Märkte: Willkommen in der Rezession
Nun ist es offiziell: Der Absturz in die Rezession ist auch faktisch bestätigt – in der Bundesrepublik und in der Eurozone. Obwohl das längst keine Überraschung mehr sein dürfte, reagierten Anleger doch so und schickten die Märkte auf Talfahrt. Auch der G20-Gipfel in Washington brachte keine Hilfe: Aktionäre bleiben zu Wochenbeginn weiter ratlos, wie der immer weiter ausufernden Finanzmarktkrise Herr zu werden ist.
Die Krise wird zum Alltag. Seit exakt zwei Monaten befinden sich Anleger unablässig im Stresstest. Die Welt erlebte erst die Lehman-Pleite, dann den Zusammenbruch der gesamten US-Investmentbankenlandschaft. Wenig später schwappte die Krise über den großen Teich und bedrohte die Alte Welt genauso wie die Neue. Rettungspakete in dreistelliger Milliardenhöhe wurden dies- und jenseits des Atlantiks geschmiedet, die Leitzinsen immer wieder gesenkt – allein: den Aktienmärkten half es wenig. weiterlesen …
Märkte: VW schickt Dax auf historische Rallye
Die Superlative reißen nicht ab: Nach vernichtenden Ausverkäufen in der Vorwoche gelang den Bullen ein furioses Comeback. Dank einem der größten Anstiege innerhalb eines Handelstages aller Zeiten konnten sich die Aktienmärkte verlorenes Terrain zurückgewinnen. Bildet sich damit zur Zeitenwende der US-Wahl endlich ein Boden heraus? weiterlesen …




