Wirtschaft neu denken: Was des Staates ist


Puristen des Marktes schreien auf, wenn der Staat in die Märkte eingreift. Das ist falsch und zu einfach gedacht. Innovationen und Weichenstellungen gehen seit jeher von der Politik oder gesellschaftlichen Entwicklungen aus. Selten sind es reine Marktprozesse, die ganze Märkte neu erschaffen.

Die Liberalen haben schon in den 80er-Jahren die grüne Revolution aus falscher ideologischer Verblendung heraus komplett verschlafen. Das liegt an einem Dogma, das zumindest im deutschen Verständnis des Liberalismus weit verbreitet ist. Schade, denn schon der ökonomische Ur-Vater Adam Smith hatte ein besseres Staatsverständnis als mancher liberale Lautsprecher heute.

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    Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein ...

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Bad Bank - eine dreiste Idee


Es ist schon erstaunlich wie manche Banker ihre Interessen ausleben. Die Kernidee einer Bad Bank ist es, schlechte Risiken aus Bilanzen der Banken herauszunehmen und dann so weiter zu machen wie bisher.

Gewinne wurden über Jahre privatisiert und die Verluste (oder zumindest zunächst die Risiken für solche) sollen jetzt sozialisiert werden. Wenn man genau hinschaut, passiert dieser Bereinigungsprozess schon jetzt in abgeschwächter Form: Der SoFFin ist ohnehin der Einstieg in eine Bad Bank, die in Deutschland nach Medienberichten von Josef Ackermann erstmals vorgeschlagen wurde.

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Kaufempfehlung: Strong Buy für TAOH


Zu meinem journalistischen Selbstverständnis gehört es normalerweise, in Kolumnen keine Kaufempfehlungen zu geben. Ich muss diesmal eine Ausnahme machen, da die Argumente zu überzeugend sind.

Barack Obama wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, da er sich glänzend verkauft hat und weil er genau der richtige Präsident in dieser schwierigen Zeit ist. Er will durch ein gigantisches Konjunkturprogramm der US-Wirtschaft zu einem Kaltstart verhelfen. Obama wird vermutlich im nächsten Jahr 1.000 Milliarden US-Dollar in die US-Wirtschaft pumpen. Vor wenigen Monaten wäre er für ein solches Hilfspaket gescholten worden. Jetzt ist es opportun.

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Gezerre um das US-Rettungspaket - Finanzkrise trifft den Dax


Das US-Rettungspaket stand vor unerwarteten Hürden im US-Kongress. Sowohl Demokraten als auch Republikaner übten Kritik daran. Zum Ende der Woche gab es eine neue Schreckensnachricht: Die größte US-Sparkasse, Washington Mutual (WaMU) gibt auf und wird übernommen.

Die US-Parlamentarier wollten von US-Finanzminister Henry Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke Antworten darauf, ob die jetzige Rettungsaktion Erfolg bringen werde. Soweit wollte aber niemand gehen: Bernanke argumentierte andersrum: Die Märkte seien so ” fragil“, dass der vorgestellte 700-Milliarden-Dollar-Plan notwendig ist. Paulson malte Anfang der Woche weitere Bankpleiten und ausgetrocknete Kreditmärkte an die Wand.

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Ausblick: Zittern vor dem Börsenjahr 2009


Neustart: Das Horrorjahr 2008 ist Geschichte – das ist die beste Nachricht, die Anleger aus dem Jahreswechsel mitnehmen. Viel Grund zum Optimismus bietet die Nachrichtenlage zu Jahresbeginn tatsächlich nicht: Eine Schreckensmeldung jagt die nächste – die Stimmung ist miserabel. Doch genau daraus ziehen Börsianer die Hoffnung.  

Das Börsenjahr 2008 begann gut und endete schlecht.  Warum sollte es diesmal also nicht anders kommen: Ein glückliches Ende nach einem vermurksten Beginn? So oder so ähnlich könnte die optimistische Hypothese aussehen, die Anleger zu Beginn des neuen Börsenjahres vage formulieren. weiterlesen …

Again: US-Rettungspaket


Das 700-Millionen-Dollar-Rettungspaket, dem am Montag die Zustimmung versagt worden war, kommt jetzt verändert im Senat auf den Tisch. Die Aktienmärkte reagierten auf die Ankündigung eines neuerlichen Anlaufs am Dienstag mit einer Stabilisierung. Der S&P 500 konnte um beachtliche 5,27 Prozent zulegen.

Die beiden Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama haben angekündigt, dem neuen Plan im Senat zuzustimmen. Der US-Senat ist vergleichbar mit dem Bundesrat: Jedes Bundesland ist mit zwei Senatoren in dem Gremium vertreten. Allerdings sind die Regularien zwischen Senat und Abgeordnetenhaus in den USA etwas anders geregelt als in Deutschland zwischen Bundesrat und Bundestag.

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