Märkte: Die Hängepartie geht weiter
Die Bereitschaft ist da: Es fehlt zwar weiter das Vertrauen, doch die Käufer kehren zurück – zumindest etwas. Positives Signal: Die erneut dramatisch schlechten Nachrichten aus der Konjunktur scheinen Anleger nicht komplett auf dem falschen Fuß zu erwischen.
Das erwartete Desaster nimmt Formen an: Die Bundesregierung rechnet nach internen Schätzungen bereits mit dem konjunkturellen Super-GAU für 2009. In nackten Zahlen bedeutet das: Ein Wachstumsrückgang von happigen zwei Prozent. Das wäre der größte Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Das schwächste Wirtschaftsjahr verlief 1973 mit einem Minus von 0,9 Prozent. weiterlesen …
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Märkte: Krise, Krise, Krise
Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Im Gegenteil: In den USA wird auch offiziell festgestellt, was an den Märkten längst bekannt war – nämlich der Rezessionsstatus seit einem Jahr. Der Arbeitsmarkt bricht ebenso zusammen wie der Autoabsatz, während die EZB diesseits des Atlantiks mit beherzten Zinssenkungen gegenzusteuern versucht. Doch von so viel Negativschlagzeilen geschockt, ergreifen Anleger erneut die Flucht.
Märkte: Die nächste Welle des Ausverkaufs
Kein Halten, keine Unterstützung: In der vergangenen Woche hat der Ausverkauf vor allem an den amerikanischen Aktienmärkten eine neue Dimension erreicht. Der marktbreite S&P-500-Index stürzte auf den tiefsten Stand seit 1997. Auch der Dax näherte sich bis auf wenige Zähler seinen Jahrestiefs. Die Stimmung vor der neuen Handelswoche ist entsprechend tief in Moll gefärbt: In der Bundesrepublik prognostizieren Ökonomen 2009 den größten Einbruch der Konjunktur seit dem Zweiten Weltkrieg, an der Wall Street bestimmt die taumelnde Citigroup die Schlagzeilen.
Eine neue Woche, ein neuer Albtraum. So liest sich auch die Entwicklung der Aktienmärkte seit der Pleite von Lehman Brothers Mitte September. Ein, zwei Wochen der Gegenreaktion hat es seitdem gegeben. Der Rest: Ausverkauf in tiefrot. Und täglich grüßt das Jahrestief. weiterlesen …
Märkte: Die Achterbahnfahrt geht in die nächste Runde
Es bleibt turbulent. Auch in der vergangenen Handelswoche lieferten sich Bullen und Bären an den Aktienmärkten wieder einen beherzten Infight. In Erwartung eines neuen US-Präsidenten setzten die Börsen zunächst zu einer breiten Rallye an, um dann ausgerechnet nach der Wahl von Hoffnungsträger Barack Obama zum nächsten US-Präsidenten wieder massiv einzubrechen. Die Lage bleibt weiter extrem angespannt.
Der Markt gewährt keine Vorschusslorbeeren – auch nicht einmal einem Supermann wie Barack Obama. Wie wohl seit den Zeiten von John F. Kennedy nicht mehr, löste die Wahl des 47-jährigen Demokraten zum nächsten amerikanischen Präsidenten rund um den Globus eine Welle der Begeisterung aus.
Märkte: Willenloser Ausverkauf, nächster Teil
Das Comeback an den Aktienmärkten währte gerade mal ein paar Tage, dann übernahmen die Bären wieder die Kontrolle. Und zwar mit harter Pranke! Erneut zweistellig brachen die Weltbörsen in der vergangenen Woche ein. Daran änderten auch gute Quartalszahlen aus dem Technologiesektor nichts – die Grundstimmung bleibt manisch-depressiv.
Vielleicht würde ein “Quantum Trost“ reichen. Doch anders als 007 wird selbst das Börsianern in diesen Tagen verwehrt. Dabei stünden den Aktienmärkten die Dienste eines Geheimagenten besser denn je zu Gesicht: Völlig hilf- und willenlos floatieren die Notierungen der Weltbörsen im Moment hin und her – und das mit täglichen Ausschlägen, die früher für eine ganze Woche schon enorm turbulent gewesen wären.
Die vergangene Woche hätte dann auch folglich gereicht, um damit ein ganzes Jahr als schlecht zu bezeichnen. Um geharnischte 486 Punkte oder rund 10 Prozent brach der Aktienindex (Dax) erneut ein, nachdem er schon in den vergangenen Wochen die schlimmsten Verluste der letzten Jahre verbuchen musste. weiterlesen …
Börsencrash: Die Woche, in der der Himmel einstürzte
Dies ist der schlimmste Markt unserer Generation. Der schlimmste Markt seit 1987, der gegen das Desaster dieser Tage eine Episode war. Genau wie die Einbrüche nach 9/11, die rückblickend betrachtet eher Korrekturen waren. Genau wie das letzte Ende des großen Bärenmarktes 2002 - 2003 mit seinen endlosen Einbrüchen. Und genau wie das Ende der Dot.com-Blase 2000. Der Crash von 2008 wird in die Geschichte eingehen - doch der Ausgang ist offener denn je.
Man muss die Dinge beim Namen nennen, wie sie sind. Dies ist keine Korrektur, kein Einbruch, kein Kurssturz. Es ist ein Crash - der Crash. Und zwar der schlimmste, brutalste Crash unserer Zeit. Nie, wirklich nie in den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die globalen Aktienmärkte so hemmungslos, so willenlos und so panisch zusammengebrochen wie in den vergangenen fünf Handelstagen. Das hier ist der big one - der Crash einer Ära.
Historische Kursverluste: Weltbörsen verlieren mehr als 20 Prozent in einer Woche
Wie im schlimmsten Albtraum kollabierten die Aktienindizes in seit 1929 nicht da gewesener Weise - die Märkte verloren wie folgt:
• Dow Jones: - 18 Prozent
• Nasdaq Composite: - 16 Prozent
• Dax: - 22 Prozent
• MDax: - 21 Prozent
• SDax: - 22 Prozent
• TecDax: - 24 Prozent
• EuroStoxx50: - 23 Prozent
• Nikkei: - 24 Prozent
Wohlgemerkt: Das sind nicht die Endstände des Börsenjahres, das bis dato noch viel desaströser verlaufen ist - es sind die Endstände einer Börsenwoche, der Börsenwoche vom 6. bis 10. Oktober 2008, die in die Annalen eingehen wird als die Woche, in der die Finanzmarktkrise ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.
Nichts half am Ende: Keine endlosen Liquiditätsspritzen, keine warmen Worte der Politik, keine Staatsgarantien für Sparkonten - nicht einmal die konzertierten Zinssenkungen der Notenbanken. Dieser Markt kannte im wörtlichen Sinne nur eine Richtung: Er wollte, er drängte, er musste nach unten. Raus, raus, raus - das war die einzige Order, die Aktionäre zu Beginn und Ende eines Handelstages kannten, wie es Dirk Müller, der wohl bekannteste Händler des Frankfurter Börsenparketts am Donnerstag gegenüber manager-magazin.de so metaphorisch auf den Punkt brachte: “Verkaufswellen rollen über uns hinweg - und niemand, niemand scheint dagegen zu halten. In früheren Krisen konnte man darauf fast immer zählen. Jetzt gibt es kein Aufbäumen. Und das ist es, was dieses Desaster so zermürbend macht.”
Schwarzer Freitag: 10 Prozent Minus zum Handelsstart im Dax
Am Freitagmorgen war es schließlich nicht mehr zermürbend: Es war ein einziges Blutbad. Im Gegensatz zur Börse in Wien und Moskau hatte die Deutsche Börse nämlich kein Erbarmen mit dem Massaker und entschied sich dafür, den Handel nicht zu unterbrechen: Der Markt sollte seine eigenen Grenzen testen und finden.
“Wer jetzt noch Positionen besitzt, dürfte mit diesen Vorgaben in Panik verfallen und zu jedem Kurs versuchen, aus dem Markt zu kommen”, erklärte ein Börsianer zum Handelsstart am Freitag, als der Dax in den ersten Handelsminuten um unfassbare 10 Prozent einbrach - ein schier unglaubliches Niveau, wenn man bedenkt, dass der Deutsche Leitindex in den letzten vier Handelstagen bereits 1000 Punkte verloren hatte. Wie ein angeschlagener Boxer nahm der deutsche Bluechip-Index jeden Treffer, aber auch wirklich jeden Treffer, den Aktionäre ihm mit ihren Verkaufsorders erteilten.
Tags zuvor hatten sich an der New Yorker Börse unglaubliche Szenen abgespielt: In der letzten Handelsstunde brach der Dow Jones um mehr als 500 Punkte ein, nachdem er sich schon die ganze Woche über im freien Fall bewegt hatte. Wie ein heißes Messer durch die Butter glitten die Verkäufer und durchbrachen erst die 9000-Punktemarke, um dann bei gerade 8594 einzuhalten.
Dow Jones: 10.000-, 9.000- und 8.000-Punktemarke in einer Woche durchbrochen
Wer jedoch gedachte hatte, damit wäre der Bärenüberfall endlich beendet, durfte am Freitag seinen Augen nicht trauen: Die Kurse brachen schon wieder im großen Stil zusammen. Nachdem im Dow im Wochenverlauf erst die magische Schwelle von 10.000 Punkten gefallen war, fielen binnen 20 Stunden die 9000er- und 8000er-Marke.
Bis auf 7883 Zähler wurde der traditionsreichste Index der Welt in den ersten Handelsminuten heruntergeprügelt - so tief wie seit dem Kurssturz im Zuge des Irak-Kriegs im April 2003 nicht mehr. Fast 2500 Punkte innerhalb von fünf Handelstagen gingen damit in der Spitze verloren - das sind Superlative, die zu keinem, aber auch wirklich keinem Zeitpunkt in der Börsengeschichte erreicht worden sind.
18 Prozent: Die schlechteste Handelswoche aller Zeiten im Dow
Selbst nach einer moderaten Intraday-Erholung bleiben die Negativrekorde bestehen: Mit einem Minus von 1874 Punkten oder absolut 18,15 Prozent verzeichnete der Dow den größten Wochenverlust aller Zeiten. In anderen Worten: Nie hat der traditionsreichste Index der Welt in seiner 134-jährigen Geschichte mehr in einer Woche verloren als in den letzten fünf Handelstagen! Nie: Nicht im dramatischen Ausverkauf von 1929, als der Dow einmal um 12 Prozent kollabierte - und auch nicht am Schwarzen Freitag von 1987, die sich beide übrigens ebenfalls im Oktober ereigneten. In dieser Handelswoche jedoch gab es keine Erholung, keine Gegenwehr - mit einem Wort: keine Käufer. Acht mal in Folge hat der Dow nunmehr im Minus geschlossen. Acht mal Käuferstreik, niedergeschlagene Erholungsversuche, acht mal Ausverkauf - zum Großteil: den totalen.
Was Ende dieser - in jeder Hinsicht - historischen Börsenwoche bleibt, ist die Hoffung, dass Börsianer mitten im dramatischsten Absturz aller Zeiten über das Ziel hinausgeschossen sind. Immerhin: Der Handelsschluss am Freitag hätte noch dramatischer ausfallen können. In der Spitze bemerkenswerte 1018 Punkte konnten die Bullen den Dow am Freitag noch nach oben treiben, ehe sie in den letzten 20 Handelminuten erneut der Mut verließ und wieder mehr als 450 Zähler abgegeben werden mussten. Auch wenn es ein ganz schwacher Trost ist: So etwas wie eine Gegenreaktion war erkennbar…
Märkte: Ein kleiner Befreiungsschlag
Es ist doch noch Verlass auf die Historie: Wie so oft in der Vergangenheit notierten die amerikanischen Aktienmärkte in der verkürzten Thanksgiving-Woche fester. Die deutschen Börsen legten zum Teil noch stärker zu. Dennoch sind die Marktteilnehmer nach zuletzt so vielen gescheiterten Erholungsversuchen skeptisch, ob der Dezember noch für eine spürbare Korrektur eines desaströsen Börsenjahres gut ist.
Es herrscht noch etwas Leben im Markt. Nach einem erneut vernichtenden Kurssturz in der Vorwoche setzten die Aktienmärkte rund um den Globus in den letzten fünf Tagen zur breit angelegten Rallye an. Der Deutsche Aktienindex (Dax) kletterte um stolze 542 Punkte oder fast 13 Prozent auf ein Niveau von 4669 Zählern – in der Vorwoche war der deutsche Bluechip-Index noch bei 4127 Punkten stehen geblieben. Trotz der starken Rallye, die vor allem von Finanzwerten angetrieben wurde, bleibt seit Jahresbeginn ein Minus von deftigen 42 Prozent. weiterlesen …
Märkte: Willkommen in der Rezession
Nun ist es offiziell: Der Absturz in die Rezession ist auch faktisch bestätigt – in der Bundesrepublik und in der Eurozone. Obwohl das längst keine Überraschung mehr sein dürfte, reagierten Anleger doch so und schickten die Märkte auf Talfahrt. Auch der G20-Gipfel in Washington brachte keine Hilfe: Aktionäre bleiben zu Wochenbeginn weiter ratlos, wie der immer weiter ausufernden Finanzmarktkrise Herr zu werden ist.
Die Krise wird zum Alltag. Seit exakt zwei Monaten befinden sich Anleger unablässig im Stresstest. Die Welt erlebte erst die Lehman-Pleite, dann den Zusammenbruch der gesamten US-Investmentbankenlandschaft. Wenig später schwappte die Krise über den großen Teich und bedrohte die Alte Welt genauso wie die Neue. Rettungspakete in dreistelliger Milliardenhöhe wurden dies- und jenseits des Atlantiks geschmiedet, die Leitzinsen immer wieder gesenkt – allein: den Aktienmärkten half es wenig. weiterlesen …
Märkte: VW schickt Dax auf historische Rallye
Die Superlative reißen nicht ab: Nach vernichtenden Ausverkäufen in der Vorwoche gelang den Bullen ein furioses Comeback. Dank einem der größten Anstiege innerhalb eines Handelstages aller Zeiten konnten sich die Aktienmärkte verlorenes Terrain zurückgewinnen. Bildet sich damit zur Zeitenwende der US-Wahl endlich ein Boden heraus? weiterlesen …
Märkte: Erholung auf tiefem Niveau
Nach dem brutalsten Ausverkauf der letzten 21 Jahre versuchten die Märkte in der letzten Woche ein Comeback. Obwohl praktisch jeder Erholungsversuch abverkauft wurde, blieb in der Breite doch ein Plus hängen. Vor dem Handelsstart in die neue Woche, in der die US-Quartalssaison an Fahrt aufnimmt, überwiegt dennoch die Angst vor neuen Hiobsbotschaften.
Für einige Wochen sah es so aus, als sollte das moderne Wirtschaftssystem von der Klippe fallen. Immer schneller und immer tiefer brachen die Weltbörsen in der vorvergangenen Woche ein – zwischen 18 Prozent im Dow Jones und 24 Prozent im Nikkei. Bei erdrutschartigen Verlusten in dieser Größenordnung braucht es kein Mathematikgenie, um die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion vorherzusagen.
Sie kam – und wie. Um mehr als zehn Prozent schossen die Aktienmärkte am letzten Montag in die Höhe. Doch die Rallye hielt nicht. Fast reflexartig ergriffen verunsicherte Anleger die Chance zum Ausverkauf, als der Dax wieder die Schwelle von 5300 Zählern überschritten hatte. Am Ende der Woche blieb der deutsche Aktienindex Dax bei nur noch 4782 Punkten stehen. Das sind zwar schon wieder fast 600 Punkte weniger als noch im Handelsverlauf am Dienstag, aber am Ende der Woche immerhin auch 5 Prozent mehr als noch sieben Tage zuvor. Gemessen am Startniveau des Jahres ist das jedoch nur ein schwacher Trost: Seit Januar liegt der deutsche Blue-Chip-Index nämlich um tiefrote 41 Prozent unter Wasser.





