Denksportaufgabe für Anleger: Wo stehen wir zurzeit?


Kapitalanlage ist ganz einfach - in der Theorie zumindest. Man muss nur wissen, in welcher Phase eines Wirtschaftszyklus man sich gerade befindet. Leider ist das erst im Nachhinein genau zu beantworten. Einige Überlegungen dazu.

In starken Abschwungphasen gilt es das Risiko frühzeitig aus dem eigenen Depot zu verbannen. In Aufschwungphasen muss man das Gegenteil tun und den Aktienanteil systematisch und frühzeitig erhöhen. Wer taktisch Bescheid weiß, der kauft in einer frühen Zyklusphase Rohstoff-Unternehemn und andere Frühprofiteure. Wer nichts tut, dessen Depot macht die Anpassungen durch Wertzuwäche und Verluste ganz von alleine. Allerdings ist das dann auf Dauer eher weniger erfolgversprechend. Die Gretchenfrage für Anleger zurzeit lautet: Geht es gerade bergauf oder bergab?

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Aktienkurse - und nun?


Die Aktienmärkte sind angeschlagen. Eine Fortsetzung der Rallye ist durch die aktuellen Entwicklungen eher unwahrscheinlicher geworden. Abstürzen müssen die Märkte dennoch nicht. Seitwärts ist die wahrscheinlichste Richtung bei überwiegenden Abwärtsrisiken.

Das letzte Jahr war für Börsianer ein Jahr des Glaubens: Der schnelle Aufschwung der Aktienmärkte mehrte die Hoffnung, das Wachstum würde schnell zurückkehren. Allerdings ist die reale Wirtschaft nicht so leicht wieder zu beleben, wie es mancher kursgläubige Börsianer gerne hätte. Zuletzt gab das Verbrauchervertrauen in den USA nach, Staatspleiten wurden offen diskutiert und die Notenbanken wollen die Niedrigzinsperiode beenden. Zudem dürften die staatlichen Konjunkturprogramme in den USA und Europa rückläufig sein.

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Krisenfolgen überwinden - von Börsengurus lernen


Jeder Anleger kennt das Phänomen: Verliert eine Aktie 50 Prozent an Kurswert, dann muss dieses Papier in der Folge um 100 Prozent steigen, um wieder auf den Ausgangswert zu gelangen. Vor einem ähnlichen Problem steht momentan unsere Wirtschaft.

In der nächsten Woche ist es amtlich: Das Statistische Bundesamt gibt die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bekannt. Nehmen wir mal an, dass der Rückgang der Wirtschaftstätigkeit im letzten Jahr bei fünf Prozent lag. Die Wirtschaft müsste in einem Jahr um 5,3 Prozent wachsen, um das verlorene Jahr hereinzubekommen. Das ist einfache Mathematik. 

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Wie es mit der Konjunktur weitergeht


Jetzt ist wieder Katzenjammer: Der US-Arbeitsmarkt zeigt keine Wende an, der IWF warnt vor einem längerfristig schwachen Wachstum in Europa und auch das US-Defizit wird als Risikofaktor gesehen. Überraschend ist davon nichts, aber die aktuelle Nachrichtenlage ist ein Grund innezuhalten und prinzipiell über die Konjunktur nachzudenken.

Der nach eigener Sprachregelung wichtigste Konjunkturindikator ist hierzulande der “ifo-Geschäftsklima-Index”. Die Erwartungen sind zurzeit besser als die Lage und das Klima. Das ist auf Rückkopplungseffekte mit der Börse und der Börsenberichterstattung zurück zu führen: Diejenigen, die bei dem ifo-Index ihre Bewertungen abgeben, orientieren sich auch an der Kursentwicklung und Meldungen aus der Finanzbranche. Hierdurch kommt es zu sich selbst aufschaukelnden Bewertungen, die scheinbar realitätsfremd sind. Nur so ist zu erklären, wieso die ifo-Konjunkturuhr bereits wieder in der Aufschwungphase verortet ist und damit eine Fehldeutung nahe legt.

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Die Konjunktur bricht ein - was tun?


Es gibt zwei Sichtweisen auf staatliche Konjunkturprogramme: Sie wirken und stützen die Wirtschaft um sich selbst zu finanzieren. Oder sie wirken nicht und erhöhen langfristig nur die Staatsschulden. Ein Pro und Kontra.

Für beide Sichtweisen gibt es Beispiele sowie stichhaltige ökonomische und praktische Argumente und Erfahrungen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist ein ständiges Auf- und Ab. Erfreulicher wäre eine stetige Wirtschaftsentwicklung möglichst gen Norden. Dann könnten Unternehmer und Privatleute ihre Einnahmen besser planen. Das wäre das Ziel einer funktionierenden Fiskalpolitik.

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Deutsche Wirtschaft: Vorwärts - es geht fast zurück


Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft klingen verhalten, die Auguren melden aber ein kleines Plus für das kommende Jahr. 1,5 Prozent könnte es voran gehen, so schätzt die Bundesregierung angeblich. Andere tippen ähnlich. Eine kurze Bestandsaufnahme.

Das Basisszenario der Bundesbank sieht für 2010 ein reales Wachstum von 1,6 und 2011 von 1,2 Prozent vor. So stand es im Dezember-Monatsbericht der Zentralbank. Dabei waren die Bundesbanker von einem Minus in Höhe von 4,9 Prozent im Jahr 2009 ausgegangen. Wie wir seit einigen Tagen wissen, verlor laut Statistischem Bundesamt Destatis das BIP um 5,0 Prozent.

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FDP: Wenn Ideologie die Sinne vernebelt


Die Freidemokraten blamieren sich gerade in vielen Politikfeldern. Besonders ärgerlich ist der Nachweis mangelnder Kompetenz in Wirtschaftsfragen. Denn das ist Teil des Markenkerns der FDP. Auf Pump finanzierte Steuersenkungen sind ökonomischer Woodoo und sonst nichts.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass in der Bevölkerung der ökonomische Verstand weiter verbreitet ist als in der FDP. Für eine Partei, die sich selbst als Elite und ökonomische Vordenker-Partei versteht, ist das ein Debakel: Zwei Drittel der Deutschen lehnen instinktiv richtig “Steuersenkungen auf Pump” ab - so meldet die Süddeutsche Zeitung.

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Exportschlager - Abwrackprämie?


Die einen feiern die »Umweltprämie« als Erfolg und die anderen sehen darin Teufelszeug. Beide Gruppen haben Recht und irren zugleich. Eine kurze Bestandsaufnahme.

In Japan hat es die »Abwrackprämie« in das dortige Konjunkturpaket geschafft. Die Asiaten reservierten jüngst 2,8 Milliarden Euro ihres Konjunkturprogramms (116 Milliarden Euro) für das benannte Instrument. In Japan müssen die Autos mindestens 13 Jahre alt sein, damit japanische Autobesitzer eine Prämie von 1.900 Euro erhalten können. Andere Länder - andere Bedingungen bei der Abwrackprämie.

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