Wie man Hedgefonds reguliert – ein einfacher Virus reicht


Erschreckend ist wie wenig kreativ die Politiker bei der Regulierung von Hedgefonds sind. Dabei gibt es statt komplexer Regeln eine einfache Lösung, die die Gefahren an der Ursache anpackt. Der Schlüssel ist die Kreditvergabe an Hedgefonds. Nationale Regelungen sind möglich und Deutschland könnte vorangehen, indem es einen Regulierungsvirus verbreitet.

Probleme entstehen immer dann, wenn diese Hedgefonds mit dem Geld anderer spielen. Einige – nicht alle Hedgefonds - arbeiten mit Krediten. Solche Kredite erhalten die Hedgefonds von Banken. Kommt ein Hedgefonds in eine massive Schieflage, dann ist der Bankenkredit in der Regel auch gefährdet.

weiterlesen …

Meist gelesen

  • Ist der DFB für Atomkraft?

    Meldungen über Top-Manager machen zurzeit die Runde. Die Unterzeichner sind gegen den Zeitplan zum Ausstieg aus der Atomenerg ...

    Weiterlesen
  • Warnhinweis aus Liechtenstein

    Anleger müssen aufpassen, welche Produkte unter dem Label Honorarberatung verkauft werden. In einem ungewöhnlichen Schritt st ...

    Weiterlesen
  • Double-Dip-Ängste: Die Aktie, das verhasste Wesen

    Es sind ungemütliche Tage an den Märkten: Seit Wochen scheinen die Weltbörsen nur eine Richtung zu kennen – die nach unten. ...

    Weiterlesen
  • Steuersenkungen oder die Wand steht noch

    Guido Westerwelle erweist sich als lernresistent: Kaum verspricht eine Statistik etwas Aufwind, da meldet sich das Sprachrohr ...

    Weiterlesen
  • Carmen und Vincent Reinhart: After the Fall, das “geheime” Papier der Fed

    Das jährliche Wirtschaftssymposium der Fed fand dieses Jahr in  Jackson Hole statt. Hier treffen sich nicht nur Ben Bernanke ...

    Weiterlesen

Was von der Kursrallye an den Börsen zu halten ist


Langfristig orientierte Anleger tun gut daran, nicht jeder Tagesschwankung zu viel Bedeutung beizumessen. Die aktuelle, bislang fünfmonatige Rallye an den Aktienmärkten gibt allerdings schon einige Rätsel auf, die Anleger interessieren sollten.

Die Banken haben seit März 2009 weltweit um fast 120 Prozent zugelegt und sind damit Spitzenreiter und Auslöser des Kursaufschwungs an den Börsen. Fundamentale Gründe gibt es für einen solchen Höhenflug freilich kaum. Blickt man ein Jahr zurück, dann ist der Bankensektor lediglich ein Viertel weniger wert an der Börse als damals. Das sagt zumindest der MSCI-Index der Banken aus.

weiterlesen …

Alternative Investments bieten derzeit mehr Potenzial als klassische Anlagestrategien


Unsere aktuelle Sicht der Wirtschaft ist wie folgt. Die Kernthemen in historisch chronologischer Reihenfolge sind:

1. Die langjährige lockere Geldpolitik der Notenbanken
2. Die Krise der Wohnimmobilien in den USA
3. Die internationale Bankenkrise
4. Die internationale Wirtschaftskrise

Die lockere Geldpolitik hat über Jahre zu einem kontinuierlich wachsenden Kredithebel, kombiniert mit einer abnehmenden Risikosensitivität, geführt. Vereinfacht gesagt, es konnten immer mehr und größere Risiken zu niedrigen Zinsen finanziert werden. weiterlesen …

Was, wenn George Soros recht hat?


Der Spiegel publiziert ein hochinteressantes Interview mit George Soros. In dem Interview bietet er klare Meinungen zu der Finanzkrise, ihren Ursachen, den Folgen und erforderlichen Maßnahmen. weiterlesen …

Aktienmärkte: Die Woche der Abrechnung


Im Ergebnis gab der Dow Jones in der letzten Woche knapp 0,3 Prozent ab. S&P 500 und Nasdaq konnten sogar etwas hinzugewinnen. Diese Summensicht ist jedoch verkürzt: Das System stand vor dem Kollaps.

Eigentlich wollte ich einen Kommentar schreiben, der verschiedene Indexentwicklungen auflistet: in Industriestaaten und Emerging Markets. Die Ereignisse lassen solch einen Kommentar aber nicht zu: Die Aktienmärkte der Welt tauchten zu Wochenbeginn bis Donnerstag bei unglaublicher Volatilität gemeinsam ab. Auslöser war einmal mehr die Bankenkrise in den USA. Am Freitag rettete dann die US-Regierung die Märkte vor dem Kollaps. Vorerst.

Die Ereignisse der letzten Tage im Zeitraffer

Die Investmentbank Lehman Brothers verschwindet von der Finanzlandkarte. Eine Rettungsaktion scheiterte am vorigen Wochenende. Jetzt wird das Unternehmen filettiert und einige Tausend Investmentbanker verlieren ihren Job. Barclays kauft einen US-Teil und auch in Japan gibt es Kaufinteressenten für Teile des Wallstreet-Traditionsunternehmens. Überraschend kam für hiesige Beobachter die Botschaft, dass neben den Banken ein Versicherungsriese angeschlagen war und um Hilfe bitten musste: Die American International Group (AIG) erhält einen Notfallkredit von der US-Notenbank Fed. Diese gewährte AIG einen Kredit von fast 60 Milliarden Euro und übernimmt dafür 79,9 Prozent der AIG-Aktien. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass Merrill Lynch in die Arme der Bank of America flieht.

weiterlesen …

Merkel: Nichts unreguliert lassen - was ist dran an dem Satz?


Der 1. April ist ein Tag an dem man Aussagen kritisch hinterfragen muss. Angela Merkel wiederholte vor ihrer Abreise nach London ihren Lieblingssatz der letzten Tage: »Kein Finanzmarkt und kein Finanzmarktprodukt soll unreguliert bleiben.« Das hört sich toll an.

Was meint unsere Bundeskanzlerin eigentlich damit? In Deutschland fallen mir auf Anhieb keine Produkte ein, die nicht irgendwie reguliert sind. Manche mehr und manche weniger. Zugegeben: Es gibt Finanzprodukte, die kein Anleger wirklicht braucht. Und: Ökonomischen Unfug in Form von Finanzprodukten gibt es natürlich zuhauf.  Was will Angela Merkel uns tatsächlich sagen?

weiterlesen …

Hedgefonds weiterhin unterschätzt


Durch die Finanzkrise leiden neben allen anderen Anlageklassen auch die Hedgefonds unter dem Abzug von großen Geldsummen und dem Preisrückgang in vielen Märkten. Daraus ziehen die Wirtschaftspresse und Öffentlichkeit schnell die pauschale Schlussfolgerung, dass alle Hedgefonds schlecht sind. Der Madoff-Betrug verstärkt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt noch den Eindruck, dass alle Hedgefonds unzuverlässig sind. weiterlesen …

Die selbstverschuldete Krise des Liberalismus


„Raubtierkapitalismus“ nennt Helmut Schmidt die Spielart des Wirtschaftssystems, das die Welt an den Rand einer Katastrophe gebracht hat. Auf den Begriff ist Schmidt zu Recht stolz. Die Frage ist jetzt nur: Wie geht es weiter. Soll die Gesellschaft auf die Selbstheilung der Märkte hoffen? Einige Gedanken dazu.

Jahrelang forderte jeder Liberale automatisch von der Politik, dass diese Zurückhaltung bei Markteingriffen jeglicher Art walten lassen solle. Immer wenn kleinere Wucherungen wie Korruption oder unethisches Verhalten von Vorständen an die Oberfläche kamen, wurden die Selbstheilungskräfte des Marktes beschworen. Selbst jetzt formulieren einige Liberale noch in ihrem alten Gedankengerüst: Der Staat – die Notenbanken werden diesem Gebilde mal eben zugeordnet – hat versagt. Das ist zu einfach und verweigert eine zielgerichtete Problemanalyse.

weiterlesen …