Anlagestrategie und Risikomanagement nach der Finanzkrise
Die Finanzkrise hat einen dreißigjährigen Lauf des Rentenmarktes zu einem spektakulären Zenit geführt. Klar ist, dass der Gipfel allmählich erreicht ist. Die Notenbanker sprechen davon, dass sie die Zinsen „noch nicht” anheben und die üppige Liquidität „noch bis Anfang des Jahres 2011″ zur Verfügung stellen.
Es ist sicher nicht auszuschließen, dass die Begeisterung der Notenbanker und Politiker für einen Zinsanstieg auch im Jahr 2011 nicht groß sein wird, nämlich dann, wenn die Wirtschaft noch nicht in Schwung gekommen wäre. Das würde aber nicht automatisch bedeuten, dass die Zinsen niedrig bleiben. Denn, die Frage ist nicht nur, wie lange die Notenbanken die Anleihen noch billig halten möchten, sondern auch, wie lange die Anleihen das Spiel noch mitmachen würden. Es ist nicht auszuschließen, dass institutionelle Anleger bei dem heutigen Risiko-Rendite-Verhältnis in einen Käuferstreik treten. Das würde die Zinsen in die Höhe trieben, ob die Notenbanken es möchten oder nicht. Dieses Spannungsfeld im Rentenmarkt verursacht eine hohe Unsicherheit bei Investoren. weiterlesen …
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Politiker sollten mit dem Ackermann-Bashing aufhören
Joseph Ackermann ist kein beliebter Banker im Volk: Geburtstagsfeier im Kanzleramt. Victoryzeichen im Mannesmann-Prozess und eine Rendite von 25 Prozent auf das Eigenkapital. Jetzt wird der Chef der Deutschen Bank sogar von Brüdern im Geiste attackiert. Ein absurdes populistisches Schauspiel.
Ackermann bezweifelte öffentlich die Griechenland-Rettung. Er sagte: »Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln.« Durch den Rettungsschirm habe man Zeit gewonnen, sonst nichts. Ackermann liegt völlig richtig mit seiner Einschätzung. Das bestätigen ihm auch typische Kritiker, wie der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel und andere Ökonomen.
Zur Finanzkrise: Was ist eigentlich Leistung?
Die Finanzkrise offenbart Probleme beim Messen von Leistung. Ihr Zollstock ist der Finanzbranche vor langer Zeit schon abhanden gekommen. Das ist eine Teilursache der aktuellen Finanzkrise.
Betrachtet man die Aktienmärkte als ein geschlossenes System, dann handelt es sich hierbei um ein Umverteilungsspiel. Anleger kaufen und verkaufen Aktien, um ihre Erwartungen auszudrücken. Der Käufer hofft auf steigende, der Verkäufer erwartet fallende oder gleichbleibende Kurse. Es gibt mehr Gewinn als Verlust in dem weltweiten Spiel solange die Kurse insgesamt steigen und nicht zu viele Spielteilnehmer aussteigen wollen. Regelmässige Kapitalabflüsse aus dem System organisiert die Finanzbranche, aber auch der Staat, der völlig zu Recht seine Steuern erhebt. weiterlesen …
Ein Jahr nach dem Herbstcrash: Lektionen aus Lehman
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als der größte Crash einer ganzen Anlegergeneration seinen Lauf nahm. Erst fiel Lehman, dann wackelte die Wall Street – und mit ihr der Rest der eng verzahnten Kapitalmärkte rund um die Welt. So dramatisch der Crash jener Herbsttage 2008 ausfiel – er beweist auch eines: Ein Jahr kann einen erheblichen Unterschied machen. Fünf Lektionen bleiben indes aus dem Lehman-Debakel.
1. Keine Angst vorm nächsten Crash
So lautet der Titel des bis heute meistverkauften Börsenbuches des Berliner Autors Bernd Niquet, erstmals erschienen zu einer Zeit, als der nächste Crash bereits in der Luft lag – im Herbst 1998. Erfahrene Anleger werden sich erinnern: Der Aufstieg im Zuge der Millenniumshausse war gewaltig, der darauf folgende Absturz im gerade mal ein paar Wochen alten neuen Jahrtausend umso gewaltiger. weiterlesen …
Bärenmarkt 2007 – 2009: Zeitalter des Worst-Case
Wieder einmal passieren Anleger historische März-Tage: Exakt neun Jahre ist der große Gipfelsturm der Millenniumshausse her – sechs seit den bisherigen Tiefständen. Und in diesem Jahr? Nach der zweiten Welle des hemmungslosen Ausverkaufs wird immer klarer, dass das vor Monaten noch Undenkbare mehr und mehr seinen Lauf nimmt. Auch Bärenmärkte können bekanntlich weiter laufen als man gemeinhin denkt….
Tatsächlich: Es gibt so etwas wie eine wiederkehrende Börsenhistorie. Die Märkte, so viel scheint beim Blick zurück klar, bewegen sich durchaus in Zyklen. Aufwärtstrends beginnen nicht wahllos, um dann wieder abzubrechen – sie scheinen eine gewisse Konstanz zu entwickeln. Das zumindest legt die Vergangenheit nahe. 18 Jahre ging es zwischen 1982 und 2000 nach oben, nachdem zuvor 14 Jahre an den Märkten nicht viel zu verdienen gewesen war.
Aktien weiterhin zu teuer
Fundamental orientierte Bewertungsansätze schauen auf die Entwicklung der Unternehmensgewinne im Verhältnis zum aktuellen Preis (Kurs-Gewinn-Verhältnis oder KGV). Anders gesagt, ausgehend vom aktuellen Preis (Aktienkurs) kann ein KGV für die bekannten Ergebnisse errechnet werden. Diese können für mehrere Unternehmen verdichtet werden und so kann zum Beispiel ein KGV für einen Index errechnet werden. weiterlesen …
Über Landesbanken und nützliche Idioten
Die BayernLB und die Regierung in Bayern haben sich gerade blamiert und mit der Hypo Alpe Adria fast vier Milliarden Euro versenkt. Die Rechnung zahlen in dem Fall Steuerzahler und diejenigen bei denen in Zukunft Leistungen weniger üppig ausfallen. Das beschreibt das Haftungsprinzip unseres Finanzsystems. Zeit zum Aufwachen.
Revolutionäre Bewegungen benötigen ihre Ideologen, Vorkämpfer und „nützlichen Idioten“. Dieser Hinweis stammt von Lenin und erscheint insofern verdächtig. Richtig ist er in dieser allgemeinen Form trotzdem. Bei der Entwicklung des Finanzsystems der letzten Jahre - die Revolution - ist die zentrale Frage, wer welche Rolle einnimmt. Der Idiot will natürlich keiner sein.
Klar ist: Das Verursacherprinzip funktioniert nicht nur im Umweltsektor nicht, sondern auch der Finanzsektor hat zahlreiche Mechanismen entwickelt, welche das Umgehen von Verantwortlichkeiten ermöglicht und oft anonyme Verlierer schafft.
Mikrofinanz in der Konsolidierung
Finanzkrise bremst die Expansion der sozialen Wachstumsbranche
Die Finanzkrise hat gezeigt, dass der Mikrofinanzsektor nicht völlig immun gegen negative Entwicklungen auf internationalen Finanzmärkten ist. Bislang stellt der Sektor jedoch unter Beweis, dass er in den vergangen Jahren eine solide Basis aufgebaut hat, die es ihm ermöglicht, weitgehend unversehrt aus der Krise hervorzugehen. So prognostiziert CGAP dem Mikrofinanzinvestor eine finanzielle Euro Rendite von 3,5% für das Jahr 2009 – in Verbindung mit der sozialen Rendite in diesen Zeiten ein gutes Geschäft!
Seit dem die UNO das Jahr 2005 zum Jahr des Mikrokredits erklärt hat und im darauf folgenden Jahr Mohammad Yunus und die bengalische Grameen Bank mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden, ist das Thema Mikrofinanz über die Expertenkreise hinaus weit bekannt geworden. Schon längst sind Mikrokredite, die meist nicht mehr als einige hundert Dollar umfassen und vorwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern an Kleinstgewerbetreibende vergeben werden, zu einem anerkannten Mittel der Armutsbekämpfung geworden. weiterlesen …
Wachstumsdelle: Mikrofinanz in der globalen Finanzkrise!
Ein Fazit aus dem Annual Meeting 2009 des European Fund for Southeast Europe (EFSE)
DIE WIRTSCHAFTSKRISE TRIFFT DIE SCHWELLENLÄNDER
Während die aktuellen Presseberichte sich noch mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bilanzen der Industriestaaten befassten, brachen in den letzten Monate mehrere Schockwellen gleichzeitig über viele Schwellenländer herein. Der Einbruch der globalen Nachfrage führte vor allem auf den Werkbänken der Niedriglohnländer zu einem harten Produktionseinbruch. Ohne Arbeitsmarktregulierungen verursacht dies unmittelbar steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne in diesen Regionen. Durch die allgemeine Vertrauenskrise wurden erhebliche Gelder aus den Schwellenländern abgezogen und wieder in Hartwährungsländern geparkt. Zugleich erfasste die lokalen Banken eine massive Vertrauenskrise durch die eigene Bevölkerung. Ein deutlicher Abzug der Spareinlagen ist die Folge. weiterlesen …
Alternative Investments bieten derzeit mehr Potenzial als klassische Anlagestrategien
Unsere aktuelle Sicht der Wirtschaft ist wie folgt. Die Kernthemen in historisch chronologischer Reihenfolge sind:
1. Die langjährige lockere Geldpolitik der Notenbanken
2. Die Krise der Wohnimmobilien in den USA
3. Die internationale Bankenkrise
4. Die internationale Wirtschaftskrise
Die lockere Geldpolitik hat über Jahre zu einem kontinuierlich wachsenden Kredithebel, kombiniert mit einer abnehmenden Risikosensitivität, geführt. Vereinfacht gesagt, es konnten immer mehr und größere Risiken zu niedrigen Zinsen finanziert werden. weiterlesen …





