Aktienkurse - und nun?


Die Aktienmärkte sind angeschlagen. Eine Fortsetzung der Rallye ist durch die aktuellen Entwicklungen eher unwahrscheinlicher geworden. Abstürzen müssen die Märkte dennoch nicht. Seitwärts ist die wahrscheinlichste Richtung bei überwiegenden Abwärtsrisiken.

Das letzte Jahr war für Börsianer ein Jahr des Glaubens: Der schnelle Aufschwung der Aktienmärkte mehrte die Hoffnung, das Wachstum würde schnell zurückkehren. Allerdings ist die reale Wirtschaft nicht so leicht wieder zu beleben, wie es mancher kursgläubige Börsianer gerne hätte. Zuletzt gab das Verbrauchervertrauen in den USA nach, Staatspleiten wurden offen diskutiert und die Notenbanken wollen die Niedrigzinsperiode beenden. Zudem dürften die staatlichen Konjunkturprogramme in den USA und Europa rückläufig sein.

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Aktien - das verlorene Jahrzehnt


Vor genau einer Dekade stand der Dax30 bei 6.958 Punkten. Jetzt sind es 5.957 Punkte. Das sind rund 1.000 Punkte oder etwas mehr als 14 Prozent weniger. Für einen Langfristanleger ist das eine Katastrophe. Denn obendrauf muss er bei vielen Kapitalanlagen auch noch üppige Gebühren zahlen. Zeit zum Bilanzziehen.

Die Schlaftablettenstrategie nach Kostolany funktioniert schon längst nicht mehr. Eine Erfolg versprechende Geldanlage schichtet stattdessen aktiv Kapital um und zwar zwischen Assetklassen und Anlagestrategien. Und: zwischen risikoreicher und risikoärmer. Natürlich gibt es auch Gewinner-Anlageklassen, wie Rohstoffe, aber diese waren vor zehn Jahren gar nicht so einfach identifizierbar. Rohöl kostet beispielsweise heute währungskorrigiert aus europäischer Sicht etwa das Doppelte wie vor zehn Jahren.

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Börse paradox: Beständig daneben


Während das Börsenjahr 2009 allmählich auf die Zielgerade geht, werden nicht wenige Anleger immer heftiger mit dem Kopf schütteln. An den Aktienmärkten kam nämlich wieder einmal alles anders, als viele dachten. Weder der harte Frühjahrseinbruch noch die anschließende Rallye sind von Experten richtig prognostiziert worden – wie fast immer.

Es ist schon ein Kreuz mit der Börse: Ewig locken die wilden Kursausschläge, die Millionen von Anlegern seit Jahrhunderten vom Reichtum träumen lassen, doch kaum einer sieht sie kommen. Das gilt bekannterweise in beide Richtungen – nach oben wie nach unten.
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Marktrückblick September 2009: Sorgenvoll nach oben


Die Bedenken werden größer – doch den Aktienmarkt scheint das nur noch zu beflügeln. Entgegen gegen der Börsenhistorie konnte der Markt auch im Problemmonat September nochmals zulegen. Nach sieben Monaten Hausse gehen Anleger nun ins traditionell starke Schlussquartal – doch was heißt das schon in diesem verrückten Börsenjahr?

Wenn es die Stimme noch eines Mahners brauchte, dann musste Anfang Septembers eigentlich alles zu Ende sein. Niemand Geringeres als der renommierte Vermögensverwalter Doug Kass, der vor der Tragweite der Immobilienkrise bereits 2007 gewarnt und den Marktboden im März genau getroffen hatte, schwenkte wieder auf das Lager der Bären um.
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Ein Jahr nach dem Herbstcrash: Lektionen aus Lehman


Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als der größte Crash einer ganzen Anlegergeneration seinen Lauf nahm. Erst fiel Lehman, dann wackelte die Wall Street – und mit ihr der Rest der eng verzahnten Kapitalmärkte rund um die Welt. So dramatisch der Crash jener Herbsttage 2008 ausfiel – er beweist auch eines: Ein Jahr kann einen erheblichen Unterschied machen. Fünf Lektionen bleiben indes aus dem Lehman-Debakel.

1. Keine Angst vorm nächsten Crash

So lautet der Titel des bis heute meistverkauften Börsenbuches des Berliner Autors Bernd Niquet, erstmals erschienen zu einer Zeit, als der nächste Crash bereits in der Luft lag – im Herbst 1998. Erfahrene Anleger werden sich erinnern: Der Aufstieg im Zuge der Millenniumshausse war gewaltig, der darauf folgende Absturz im gerade mal ein paar Wochen alten neuen Jahrtausend umso gewaltiger. weiterlesen …

Halbjahres-Hausse: Das Geheimnis der 2009er-Rallye


Die Aktienmärkte laufen und laufen – trotz der noch immer ziemlich fragilen Lage der Konjunktur. So haben dann auch die großen Wirtschaftstitel die jüngste Hausse entdeckt und künden vom neuen Bullenmarkt. Zu Recht?

2000 Punkte sind es inzwischen tatsächlich bereits. 2000 Punkte höher notiert der Deutsche Aktienindex (Dax) in diesen strahlenden Sommertagen als noch im regnerischen März, der wieder einmal den Tiefpunkt eines Bärenmarktes darstellen sollte – zumindest bisher.

Denn auch bei 5574 Zählern, bei denen der Dax am Freitag ein neues Jahreshoch aufstellte, bleibt die Frage nach der Nachhaltigkeit der jüngsten Rallye. Deutschland taumelt aus der Rezession, titelte in der vergangenen Woche etwa “Spiegel Online” nach der überraschenden Rückkehr in die Wachstumszone mit einem BIP-Anstieg von 0,3 Prozent im zweiten Quartal. weiterlesen …

Marktrückblick November 2009: Jahresendrallye trotz Wüstensturm


Fulminant waren die Aktienmärkte ins traditionell starke Winterhalbjahr gestartet. Dann zogen Anleger nach einer Schieflage im Golfemirat Dubai zum Monatsende vermehrt Mittel ab und versetzten den Indizes damit zum Monatsausklang einen leichten Dämpfer. Dennoch haben Anleger wenig Grund zur Klage: Der November verlief wie das Gesamtjahr 2009 – positiv.

Plötzlich brach der Wüstensturm los. Nach acht verhältnismäßig sorgenlosen Monaten beschäftigt wieder eine milliardenschwere Schieflage die Börsenberichterstatter. Und was für eine: Auf knapp 60 Milliarden Dollar belaufen sich die Verbindlichkeiten des Staatsfonds Dubai World, der seine Gläubiger nun für ein halbes Jahr um Aufschub bittet. weiterlesen …

Marktrückblick Oktober 2009: Ende mit Schrecken


Der Oktober ist seinem Status als problematischer Börsenmonat auf den letzten Metern doch noch gerecht geworden. Nach der härtesten Verkaufswelle seit März scheint nun wieder die Stunde der Bären zu schlagen. Nicht wenige Marktexperten glauben, dass die Weltbörsen ihre Jahreshochs gesehen haben.

Die Bären können es doch noch. Nach Monaten der immer lauteren Mahnungen kam er schließlich doch noch – der große Ausverkauf. So breit und kraftvoll wie seit dem Frühjahr nicht mehr drückte eine Verkaufswelle die Märkte in den letzten Oktobertagen nach unten – und gleichzeitig ins Minus.
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Nach Merkels Wiederwahl: Was Anleger erwartet


Nach der Wahl ist vor der neuen Normalität an den deutschen Börsen: Schwarz-Gelb, das Wunschkontrukt der deutschen Kapitalmärkte, wird nach elf Jahren reaktiviert. Doch Anleger sollten keine falschen Impulse erwarten: Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Lediglich für einzelne Branchen wie die Energie- und Solarindustrie könnte es kurzfristige Effekte geben.

Am Ende war der Ausgang doch klarer
als noch vor einigen Tagen erwartet: Schwarz-Gelb hat einen deutlicheren Regierungsauftrag bekommen, als noch im Endspurt des Wahlkampfs abzusehen war. Mit knapp 34 Prozent für CDU/CSU und 14,5 für die FDP können Angela Merkel und Guido Westerwelle zwar nicht die rechnerische Mehrheit von 50 Prozent vereinen – mit etwa 30 Sitzen Vorsprung im Bundestag lässt sie gegen eine zersplitterte Opposition aus einer komplett gedemütigten SPD, wieder erstarkten Grünen und einer Links-Partei ohne Regierungsperspektive jedoch halbwegs komfortabel regieren. weiterlesen …

Marktrückblick August 2009: Die Rallye der Zweifel


So sieht eine echte Sommerrallye aus: Bei dünnen Umsätzen und einer dürftigen Nachrichtenlage beständig nach oben. Obwohl zuletzt immer mehr Marktbeobachter der Aufwärtsbewegung misstrauten, kletterten die Märkte weiter. Zu weit?

Der Pessimismus bleibt Trumpf – und gleichzeitig Treiber der immer erstaunlicheren Hausse an den Weltbörsen. Rückblende: Fast genau ein halbes Jahr ist es her, dass die Aktienmärkte rund um den Globus in den Abgrund zu schlittern schienen und der Durchbruch durch die 3000er-Marke im Dax fast als ausgemacht galt.
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