Börse und Anlagestrategie: Das Palingenesis Investmentparadigma
Die Turbulenzen in der Wirtschaft und Politik führen dazu, dass Investoren ihre alte Anlagestrategie überdenken. Sie suchen nach Wegen um besser mit Krisen umzugehen. Allerdings würde die Suche nach einer besseren Prognosequalität in eine Sackgasse führen. Auch der Versuch, den Weg zurück in die Vergangenheit zu finden, führt in die Irre. Dabei bietet eine Krise auch Gutes.
Die alte Weltanschauung, mit der die Mehrheit der Investoren bewusst oder unbewusst lange Zeit gearbeitet hat, hat ausgedient. Sie ist weder in der Lage, die Herausforderungen, vor denen Investoren stehen, zu erklären, noch ist sie in der Lage, Investoren einen Weg in die Zukunft zu zeigen.
Anstelle des alten - linearen - Investmentparadigmas, schlagen wir ein neues - non-lineares - Investmentparadigma vor, dem wir den Namen Palingenesis (Neuschöpfung, Wiedergeburt) gegeben haben. weiterlesen …
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Fed bereitet Ausstieg aus billigem Geld vor
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Kassensturz Börse: Wie geht es weiter?
Die europäischen Aktienmärkte haben eine scharfe Korrektur erlebt, die amerikanischen Aktienmärkte eine deutlich kleinere. Gleiches gilt für die „Growth Economies”, wobei diese bereits sehr viel früher eine stetige Korrektur erlebten. Die effektive Verzinsung der Staatsanleihen der USA, von Deutschland und Japan befindet sich auf einem absoluten Tiefpunkt. Die Rohstoffmärkte haben eine kleinere aber stetige Korrektur gesehen. Die große Mehrheit der Anleger legt prognosebasiert an, und fragt sich jetzt, wie es an den Finanzmärkten jetzt weiter gehen wird. weiterlesen …
Kursverluste und Kurserholung an der Börse: Wieviel Zeit haben Sie noch für Ihr Risikomanagement?
Entwicklungen an der Börse sind nicht geradlinig. Eine Hausse oder Baisse erfolgt aufgrund von zwischenzeitlichen Gegenbewegungen immer in Etappen. Für klassische Anleger, die „long-only“ in Aktien, Renten und Rohstoffen anlegen, und gleichzeitig Risikomanagement betreiben wollen, sind die zwischenzeitlichen Gegenbewegungen eine große Herausforderung. Ist die kurzfristige Gegenbewegung eine Trendwende oder lediglich eine zwischenzeitliche Gegenbewegung, wonach der aktuelle Trend sich wieder fortsetzt? weiterlesen …
Arbeitslosigkeit, Inflation, Unternehmensgewinne und die Börse
Aktuell wird das Thema Inflation oft zu einfach diskutiert. Dabei stehen entweder die Rohstoffpreise oder die Löhne im Vordergrund. Je nach Perspektive entsteht dann ein Szenario mit höherer Inflation oder ein Szenario ohne höhere Inflation. Für Anleger spielt neben Rohstoffpreise und Löhne eine dritte Komponente eine wichtige Rolle: Die Unternehmen. weiterlesen …
Lesen Sie heute keine Börsenkommentare mehr!
Die freie Welt stehe auf dem Prüfstand. Deutsche Regulierungswut verunsichere die Märkte. Diese undurchdachten Kommentare finden sich momentan überall. Ein Grund mehr, sich auf die Pfingstfeiertage zu freuen und das Lesen einzustellen.
Börsenkommentatoren müssen jede Kursbewegung erklären. Dabei ist ihnen alles recht - nachdenken schadet nur. Wahrscheinlich sind andere Gründe für die zurzeit schlechte Stimmung an den Weltbörsen verantwortlich und die ersten zaghaften deutschen Regelungsbemühungen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Geignetere Erklärungen könnten beispielsweise absurd starke Aufwärtsbewegungen bei Aktien seit letztem Frühjahr sein. Die Gefahr einer Rückbesinnung der Notenbanken auf die Inflationsbekämpfung ist ebenfalls ein guter Tipp. Oder einfach das Reißen von allerlei charttechnisch relevanten Niveaus.
Wirtschaft neu denken: Bankenpleiten organisieren und Banker schlechter bezahlen
Deutschland muss endlich einen Weg finden, Banken ohne Zukunft geordnet abzuwickeln. Bisher stemmt sich immer irgendwer gegen das Ende einer Bank, dabei sind Geldinstitute nichts anderes als risikotragende Unternehmen. Banken seien grundsätzlich systemrelevant und erhaltenswert hieß es vielerorts. Völlig absurd und schädlich.
In den USA, die mir ansonsten nicht sehr vorbildlich zu sein scheinen, haben in diesem Jahr bereits über 50 Banken die Lichter ausgeknipst: US-Bankenpleiten sind inzwischen also keine Seltenheit mehr, sondern ereignen sich dort statistisch zweimal pro Woche. Solch ein Massensterben ist uns bisher erspart geblieben. Das könnte an besser aufgestellten deutschen Banken, aber auch an dem hierzulande fehlenden Konzept für Bankeninsolvenzen liegen. Bei uns werden stattdessen hinter den Kulissen Anteile übernommen und Probleme werden verschleiert. Die Pleite einer Bank könnte eine Panik auslösen, heißt es als Begründung für manche Intransparenz - ganz zu schweigen von “Goldenen Handschlägen” für offensichtlich überforderte Manager. Das Gegenteil wäre richtig, um die Banker dauerhaft zu disziplinieren: Warum sollen beispielsweise Kunden nicht erfahren, dass die Chefs mancher Bank mit ihrem Geld gespielt haben? Es gibt keine ernstzunehmende Antwort darauf. Mehr Offenheit wäre zu wagen.
Die Börse und die Finanzmedien: Eine ernste Beziehung?
Was ist News? Nicht-Journalisten beantworten diese Frage öfters mit „Alles was wichtig ist”. Dagegen wissen die erfahrenen Journalisten, dass das News-Geschäft nach einer anderen Regel funktioniert, nämlich „Alles was anders ist”. Nur so ist zu erklären, dass eines der Flaggschiffe der deutschen Finanzpresse darüber berichtet, dass in Belgien in einem Kino einem Mann ein Ohr abgebissen wurde. Leider beschränkt sich diese Art der Berichterstattung nicht nur auf Kuriosa. Auch die wichtigen Nachrichten werden nach dem Prinzip des „anders sein” aufbereitet. Das führt in turbulenten Börsenzeiten dazu, dass viele der auch von mir geschätzten Finanzzeitungen und Finanzjournalisten im Fernsehen sich in ihrem Stil und in ihrer Qualität kaum noch von Boulevardblättern unterscheiden. weiterlesen …
Krisenschutz durch Strategiediversifikation: Markowitz rehabilitiert
Das folgende Gespräch ist eine sinngemäße Zusammenfassung einer kürzlich gehaltenen Podiumsdiskussion und weiterer Individualgespräche auf einem Kongress für Fondsmanager.
Viele Investoren sind von Markowitz enttäuscht. Sein Prinzip der Diversifikation wurde von Investoren als Mittel zur Risikosenkung eingesetzt. Trotz Diversifikation erlitten die meisten Investoren in Krisenzeiten schmerzliche Verluste. Die vermeintlich schützende Wirkung der Diversifikation blieb aus. weiterlesen …
Börse: Negative Realverzinsung stellt die Welt auf den Kopf
An den Kapitalmärkten zeigen sich derzeit zwei wichtige Phänomene. Erstens, die Unternehmensgewinne sind stark angestiegen. Zweitens, die reale Verzinsung in den USA, Deutschland und China ist negativ.
So stark wie die guten Unternehmensergebnisse öffentlich wahrgenommen werden, so wenig drängen sich die negativen realen Zinsen derzeit ins kollektive Bewusstsein. Dabei ist dieses letzte Phänomen jedoch viel bedeutender und richtungsweisender für Anleger, die sich ein Bild der Wirtschaft und der Kapitalmärkte machen möchten. weiterlesen …
Zur Finanzkrise: Was ist eigentlich Leistung?
Die Finanzkrise offenbart Probleme beim Messen von Leistung. Ihr Zollstock ist der Finanzbranche vor langer Zeit schon abhanden gekommen. Das ist eine Teilursache der aktuellen Finanzkrise.
Betrachtet man die Aktienmärkte als ein geschlossenes System, dann handelt es sich hierbei um ein Umverteilungsspiel. Anleger kaufen und verkaufen Aktien, um ihre Erwartungen auszudrücken. Der Käufer hofft auf steigende, der Verkäufer erwartet fallende oder gleichbleibende Kurse. Es gibt mehr Gewinn als Verlust in dem weltweiten Spiel solange die Kurse insgesamt steigen und nicht zu viele Spielteilnehmer aussteigen wollen. Regelmässige Kapitalabflüsse aus dem System organisiert die Finanzbranche, aber auch der Staat, der völlig zu Recht seine Steuern erhebt. weiterlesen …





