Angie sollte von Jogis Jungs lernen


4 zu 1 und endlich sind wir für Wembley quitt. So wichtig Fußball ist: Wichtiger wäre eine charismatische Kanzlerin, die ebenfalls endlich wieder Topleistungen bringt.

Die Amis sind raus und dank einer furiosen spielerischen Leistung der deutschen Mannschaft sind die Engländer im WM-Turnier 2010 auch nur noch Geschichte. Am Rande sei erwähnt, dass Sebastian Vettel in Valencia ebenfalls gewann. Natürlich vor zwei Engländern. Viel wichtiger für die Zukunft Europas wäre jedoch eine Kanzlerin, die ebenfalls Topleistungen bringt. Leider ist Angela Merkel politisch angeschlagen zurzeit und die Krise hat sie und ihr Beraterteam auch noch nicht verstanden.

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Wie ARD-Experten Angst schüren


Zur besten Sendezeit hat er es im Frühstücksfernsehen wieder getan: Klaus-Rainer Jakisch kommentiert weit über seinem Verständnisniveau. Gefragt nach dem wirtschaftspolitischen Streit zwischen Angela Merkel und den USA antwortet Jakisch mit seiner Lieblingsthese. Er schürt Angst.

Bei Anne Will hatte Jakisch, der bei der ARD als Börsenexperte gehandelt wird, schon vor einem Jahr vor sehr hohen Inflationsraten gewarnt. Im Team des Senders scheinen die Mitarbeiter die aktuelle Wirtschaftslage immer noch nicht verstanden zu haben. Jakisch ist seit über zehn Jahren dabei und hat Volkswirtschaft und Politik studiert. Im Frühstücksfernsehen wurde er gefragt, was den aktuellen Streitpunkt zwischen Angela Merkel und anderen ausmacht. Jakisch erwähnte zu Recht, dass auf der anderen Seite der Nobelpreisträger Paul Krugman steht. In seinem Versuch die Dinge zusammenzufassen, ist Jakisch wieder mal an sich selbst gescheitert.

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Obama-Bashing von Börsenkommentator


Das ist wieder typisch: Obama fährt einen Anti-Wirtschaftskurs und ist ein übler Populist - so die Kritiker. In Wirklichkeit ist das nur eine dümmliche Kritik von Interessenvertretern. Manchmal blamieren sich auch Journalisten, wenn sie jegliche Objektivität verlieren und Sprachrohr werden.

Barack Obama hat eine härtere Gangart im Umgang mit Banken angekündigt: Er fordert unter anderem die Einschränkung des Eigenhandels von Banken. Das ist vernünftig und verständlich. Die US-Regierung musste die Banken gegen Milliarden-Risiken absichern und jetzt kommen die zusätzlichen Kosten der Arbeitslosigkeit für den Staat hinzu. Es ist die wichtigste Aufgabe eines US-Präsidenten, Schaden von seinem Volk abzuwenden. Obama hat darauf einen Eid geschworen. weiterlesen …

Wirtschaft neu denken: Was des Staates ist


Puristen des Marktes schreien auf, wenn der Staat in die Märkte eingreift. Das ist falsch und zu einfach gedacht. Innovationen und Weichenstellungen gehen seit jeher von der Politik oder gesellschaftlichen Entwicklungen aus. Selten sind es reine Marktprozesse, die ganze Märkte neu erschaffen.

Die Liberalen haben schon in den 80er-Jahren die grüne Revolution aus falscher ideologischer Verblendung heraus komplett verschlafen. Das liegt an einem Dogma, das zumindest im deutschen Verständnis des Liberalismus weit verbreitet ist. Schade, denn schon der ökonomische Ur-Vater Adam Smith hatte ein besseres Staatsverständnis als mancher liberale Lautsprecher heute.

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Wall Street: Bricht der Damm?


Das Börsenjahr 2009 begann so, wie 2008 endete – mit erneuten Minuszeichen. Das Ausmaß der Rückschläge überrascht: Erste Konjunkturindikatoren machen Hoffnung auf Besserung. Auch aus den USA kommen Impulse: Der Regierungswechsel ist endlich vollzogen -  obwohl Barack Obama in seinem ersten Monat so viel auf den Weg gebracht hat wie kaum ein Präsident zuvor, stürzen die Aktiemärkte weiter ab. Nun drohen sogar die alten Tiefs aus dem Herbst-Crash letzten Jahres unterboten zu werden…

Man muss die Märkte nicht verstehen. Allein: Man kann ihre Sprache nicht ignorieren. Bei 4810 Zählern beendete der Dax das Börsenjahr 2008, das mit einem Minus von 40 Prozent am zweitschlechtesten aller Zeiten ausfiel. Gerade mal sechs Wochen sind in 2008 vergangen, und schon wieder zeigt das Kursbarometer steil nach unten. Bei 4413 Zählern ist der deutsche Blue Chip-Index inzwischen angekommen – erneut ein Minus von 9 Prozent gegenüber dem 31.12. letzten Jahres. weiterlesen …

Krise der Autoindustrie: Sollen Politiker helfen?


Die Aktien von General Motors notierten zu Wochenbeginn auf dem Kursniveau Mitte der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Das zeigt die Probleme des vor genau Hundert Jahren gegründeten Autoriesen. Inzwischen haben sich Barack Obama, der “President elected”, und Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhauses, für eine staatliche Rettung ausgesprochen. Was ist ökonomisch davon zu halten?

Die Situation ist dramatisch. Barack Obama brachte das in einer Rede durch nur eine Zahl zum Ausdruck: Jeder zehnte Arbeitsplatz in den USA hängt am Tropf der Autoindustrie. Würde General Motors fallen, dann würde die US-Arbeitslosigkeit in einer Nacht von 6,5 auf 9,5 ansteigen, da viele Zulieferbetriebe von GM abhängig sind. Das kann nach meiner Einschätzung nicht einmal der neue Messias am US-Himmel politisch verkraften. Die Politik ist also in Sachzwängen gefangen. Die Folge ist ein ordnungspolitischer Drahtseilakt, da ein Wettlauf der Subventionen zu befürchten ist. Chrysler und Ford werden vermutlich folgen. Auch in Europa schnürt die EU Hilfspakete.

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Obamas Bankenplan - das Top-Thema in Davos


Die Bundesregierung schläft, während andernorts über die wichtigste politische Initiative der letzten Jahre diskutiert wird. Wie kann man das Finanzwesen zähmen, ohne der Realwirtschaft zu schaden. Barack Obama hat einen Vorschlag gemacht, der jetzt die Unterstützung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gefunden hat.

Trichet sagte dem Wall Street Journal zufolge, sein Institut wolle sicherstellen, dass sich der Bankensektor auf die Finanzierung der Realwirtschaft konzentriert - was seine Hauptaufgabe sei. Insofern geht die geplante Bankenregulierung in den USA in die richtige Richtung. CNBC meldet derweil, dass Trichet sich damit hinter die Pläne von Barack Obama gestellt hat. Die Bundesregierung zögert noch.

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Wirtschaftsnobelpreis - die Richtung stimmt wieder


Die diesjährigen Preisträger in Stockholm sind die Politologin Elinor Ostrom und der Ökonom Oliver E. Williamson. Damit ehrt die Königlich-Schwedische Akademie zwei Wissenschaftler, die wichtige Beiträge für ökonomische Fragestellungen geliefert haben.

Die Vergabe des prestigeträchtigsten Preises der Welt ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern besitzt immer auch eine politischen Aussage. Das haben wir gerade bei der Auswahl von Barack Obama gesehen. Der US-Präsident wird für den Neuanfang der Außenpolitik nach acht Jahren Georg W. Bush ausgezeichnet. Man kann das für verfrüht halten, aber eine starke politische Botschaft ist das schon.

Im Vorjahr hat die Auszeichnung von Paul Krugman, einem der schärfsten Kritiker von Georg W. Bush, dem Preis eine besondere Note verliehen. In diesem Jahr wurden eine Politologin und ein Ökonom ausgezeichnet, die fernab von Börsenpreisberechnungen ihre Meriten gesammelt haben.

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Wirtschaft neu denken: Über das Sein des Exportweltmeisters


Es gibt kaum etwas worauf Deutsche so stolz sind wie auf ihre Exporterfolge. Leider ist das nur eine Seite der Medaille: Wir verwalten riesige Exportüberschüsse und andere Länder verschulden sich mittelbar bei uns. Genau dieses Phänomen war eine Teilursache der aktuellen Krise.

Wir Deutschen sind stolz darauf, mehr als jedes andere Land der Welt auszuführen. Im Bundestag wird von Abgeordneten kaum ein anderer Begriff derart häufig benutzt, um die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu unterstreichen, wie der des »Exportweltmeisters«. Das Statistische Bundesamt ermittelte, dass im Jahr 2008 von Deutschland Waren im Wert von knapp 995 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von fast 819 Milliarden Euro eingeführt wurden. Der resultierende Außenhandelsüberschuss betrug also etwa 176 Milliarden Euro.

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Barack Obama - die Rückkehr des Politischen


Die Welt atmet auf. Mit der Amtsübernahme von Barack Obama beginnt ein Paradigmenwechsel bei der Sicht auf unsere Wirtschaftsordnung. Der Nachwächterstaat wird zunächst in den USA abgeschafft und durch einen starken Staat ersetzt.

Angesichts milliardenschwerer Abschreibungen von Banken, die sich nach Schätzungen des IWF bis auf 1.400 Milliarden US-Dollar belaufen könnten, kann niemand ernsthaft behaupten, dass der Staat für das Debakel verantwortlich ist. Ein ähnlich absurder Satz, der auch durch Wiederholung nicht richtiger wird, lautet: “Der Staat ist nicht der bessere Banker”. Unser Denken muss anders organisiert werden, um solchen Bauernfänger-Thesen nicht mehr hinterherzulaufen. weiterlesen …