Sind Alternative Investments der neue Safe Haven?


Mehr als fünfzig Jahre lang galten Staatsanleihen als der sichere Hafen, wenn Anleger anderen Assetklassen nicht mehr vertrauten. Zudem waren Staatsanleihen in den letzten dreißig Jahren besonders attraktiv, weil sie den Rückenwind sinkender Zinsen, die Buchgewinne generierten, genießen konnten. Wenn andere Anlagen Verluste machten oder zu unsicher wurden, gab es für den Anleger im Zweifelsfall immer die Staatsanleihen. Staatsanleihen waren der Safe Haven. Diese Ära ist zu Ende gegangen. weiterlesen …

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Aktien, Euro, Dollar und Schuldenkrise: Das Vakuum zwischen den Extremen


Während Europa, die USA und zunehmend auch China mit ihren direkten und indirekten Schuldenproblemen kämpfen, steigen Aktien weiter. Im Markt werden mannigfaltige Erklärungen geboten, warum diese Entwicklung sich weiter durchsetzen wird. Dabei wird die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Unternehmen und den Staatshaushalten jedoch völlig unterschätzt. weiterlesen …

Lesen Sie heute keine Börsenkommentare mehr!


Die freie Welt stehe auf dem Prüfstand. Deutsche Regulierungswut verunsichere die Märkte. Diese undurchdachten Kommentare finden sich momentan überall. Ein Grund mehr, sich auf die Pfingstfeiertage zu freuen und das Lesen einzustellen.

Börsenkommentatoren müssen jede Kursbewegung erklären. Dabei ist ihnen alles recht - nachdenken schadet nur. Wahrscheinlich sind andere Gründe für die zurzeit schlechte Stimmung an den Weltbörsen verantwortlich und die ersten zaghaften deutschen Regelungsbemühungen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Geignetere Erklärungen könnten beispielsweise absurd starke Aufwärtsbewegungen bei Aktien seit letztem Frühjahr sein. Die Gefahr einer Rückbesinnung der Notenbanken auf die Inflationsbekämpfung ist ebenfalls ein guter Tipp. Oder einfach das Reißen von allerlei charttechnisch relevanten Niveaus.

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Aktien - das verlorene Jahrzehnt


Vor genau einer Dekade stand der Dax30 bei 6.958 Punkten. Jetzt sind es 5.957 Punkte. Das sind rund 1.000 Punkte oder etwas mehr als 14 Prozent weniger. Für einen Langfristanleger ist das eine Katastrophe. Denn obendrauf muss er bei vielen Kapitalanlagen auch noch üppige Gebühren zahlen. Zeit zum Bilanzziehen.

Die Schlaftablettenstrategie nach Kostolany funktioniert schon längst nicht mehr. Eine Erfolg versprechende Geldanlage schichtet stattdessen aktiv Kapital um und zwar zwischen Assetklassen und Anlagestrategien. Und: zwischen risikoreicher und risikoärmer. Natürlich gibt es auch Gewinner-Anlageklassen, wie Rohstoffe, aber diese waren vor zehn Jahren gar nicht so einfach identifizierbar. Rohöl kostet beispielsweise heute währungskorrigiert aus europäischer Sicht etwa das Doppelte wie vor zehn Jahren.

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Aktien weiterhin zu teuer


Fundamental orientierte Bewertungsansätze schauen auf die Entwicklung der Unternehmensgewinne im Verhältnis zum aktuellen Preis (Kurs-Gewinn-Verhältnis oder KGV). Anders gesagt, ausgehend vom aktuellen Preis (Aktienkurs) kann ein KGV für die bekannten Ergebnisse errechnet werden. Diese können für mehrere Unternehmen verdichtet werden und so kann zum Beispiel ein KGV für einen Index errechnet werden. weiterlesen …

Zertifikate - Hart aber unfair in der ARD behandelt


Zertifikate wurden in der Sendung “Hart aber fair” als völlig unverständliche Produkte und Teufelszeug bezeichnet. Der Moderator Frank Plasberg hat sich an ein Thema gewagt, dessen Zusammenhänge er und seine Redaktion nicht verstanden haben. Leider sind auch einige seiner Gäste wenig hilfreich gewesen.

Die Sendung mit dem Titel “Börsencrash und Bankenpleite - wie sicher ist unser Geld noch?” griff ein für viele Menschen beunruhigendes Thema auf. Und natürlich sind viele der Finanzmarktprobleme kaum zu vermitteln. So ist es immer ein Aufreger, die Frage zu stellen, was hätte man mit dem Geld noch alles anstellen können? Gemeint sind über 26 Milliarden Euro für die der Bund der Hypo Real Estate eine Bürgschaft gegeben hat. Zur Darstellung hätte aber gehört: Was wäre passiert wenn der Bund genau diese Bürgschaft, die hoffentlich nicht zum Zuge kommt, nicht gegegeben hätte. Durch die Maßnahme wird nämlich eine systemische Kettenreaktion verhindert - die Kernschmelze wie Peer Steinbrück sich auszudrücken pflegt.

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Arbeitslosigkeit, Inflation, Unternehmensgewinne und die Börse


Aktuell wird das Thema Inflation oft zu einfach diskutiert. Dabei stehen entweder die Rohstoffpreise oder die Löhne im Vordergrund. Je nach Perspektive entsteht dann ein Szenario mit höherer Inflation oder ein Szenario ohne höhere Inflation. Für Anleger spielt neben Rohstoffpreise und Löhne eine dritte Komponente eine wichtige Rolle: Die Unternehmen. weiterlesen …

Aktienkurse - und nun?


Die Aktienmärkte sind angeschlagen. Eine Fortsetzung der Rallye ist durch die aktuellen Entwicklungen eher unwahrscheinlicher geworden. Abstürzen müssen die Märkte dennoch nicht. Seitwärts ist die wahrscheinlichste Richtung bei überwiegenden Abwärtsrisiken.

Das letzte Jahr war für Börsianer ein Jahr des Glaubens: Der schnelle Aufschwung der Aktienmärkte mehrte die Hoffnung, das Wachstum würde schnell zurückkehren. Allerdings ist die reale Wirtschaft nicht so leicht wieder zu beleben, wie es mancher kursgläubige Börsianer gerne hätte. Zuletzt gab das Verbrauchervertrauen in den USA nach, Staatspleiten wurden offen diskutiert und die Notenbanken wollen die Niedrigzinsperiode beenden. Zudem dürften die staatlichen Konjunkturprogramme in den USA und Europa rückläufig sein.

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HRE-Klagen: Besser keinen Schadenersatz zusprechen


Kapitalanlagen mit Aktien sind risikobehaftet. Alle paar Monate kommen Anleger auf die Idee, sich Geld auf unkonventionelle Art und Weise zurück holen zu wollen. Das sind dann meist schlechte Verlierer.

Unzweifelhaft hat der Vorstand der Hypo Real Estate (HRE) im letzten Sommer die Zeichen der Zeit zu spät erkannt. Das Institut war zudem strategisch falsch positioniert. Das dürfte inzwischen unstrittig sein. Ob Anleger aber Schadenersatz für erlittene Kapitalmarktverluste erhalten sollten, ist eine völlig andere Frage. Denn schließlich waren es die Aktionäre selbst, die auf Hauptversammlungen das Management bestätigt und eine fragwürdige Strategie jahrelang gebilligt hatten. Gerichte können und sollten das im Nachhinein nicht korrigieren. Wer damals schon nicht einverstanden war, der konnte die Aktien verkaufen. Wer es nicht tat, den trifft eigene Schuld.

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Banken vor der Verstaatlichung – ein Modell auch für Deutschland?


Die Briten machen es, die Amerikaner haben es getan und auch die Isländer beteiligten sich bisher an zwei Großbanken. In Deutschland ist man noch nicht so weit. Kritiker solcher Ideen werden aber immer leiser.

Über den 700 Milliarden Dollar Plan in den USA ist schon viel geschrieben worden. Vorher war der Staat bei Fannie Mae und Freddie Mac in die Bresche gesprungen und hat sich bei dem schrumpfenden Investmentbankensektor ebenfalls eingebracht. Nach Börsenschluss kam am späten Mittwoch die wenig erfreuliche Kunde heraus, dass die American International Group (AIG) weiteren Kapitalbedarf angemeldet hat. Die Fed muss der AIG offenbar weitere 38 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen. In den USA ist die Fed – anders als in Deutschland - dem Staatssektor zuzuordnen. Die Notenbank hatte dem Unternehmen bereits vor wenigen Wochen eine Injektion von 85 Milliarden verabreicht.

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