Fed bereitet Ausstieg aus billigem Geld vor


Während die deutsche Presse die jüngsten Signale der amerikanischen Notenbank Fed offenbar kaum wahrgenommen hat, berichten die ausländischen Medien - allen voran natürlich die amerikanischen Medien - von den laufenden Vorbereitungen der Fed für einen Ausstieg aus dem Quantitative Easing, dem Anleihenkauf durch die Notenbank. weiterlesen …

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Der schwere Duft von Anarchie


Ein bisschen Anarchie hat noch nie geschadet, allerdings nimmt die Zahl derjenigen Investoren stetig zu, die anfängt ökonomisch wenig rationale Entscheidungen angesichts steigender Ängste, bezüglich eines Totalzusammenbruchs des Systems, zu treffen. Letztlich zeigt auch die aktuelle Situation in den europäischen Peripherieländern klar auf, dass es nur zwei Alternativen gibt: Ein Auseinanderbrechen oder eine Transferunion. Beides hat mit Anarchie relativ wenig zu tun. In diesem Newsletter diskutieren wir die aktuelle Situation, die Möglichkeit eines Mad-Max-Szenarios und die impliziten Informationen, die aus CDS-Quantos abgeleitet werden können. weiterlesen …

You can’t always get what you want


Wir gehen, unserem optimistischen Naturell folgend, nach wie vor davon aus, dass das griechische Problem temporär gelöst ist und die Währungsunion Bestand hat. Dieser Gedanke basiert auf dem Glauben, dass sich die ökonomische Ratio durchsetzt. Allerdings muss man eingestehen, dass die Ratio für den Fortbestand der EWWU eine untergeordnete Rolle spielt. Die Frage wird vielmehr sein, wie viel Glaubwürdigkeit die Institution der Währungsunion im Prozess der Umstrukturierung griechischer Staatsanleihen verspielt hat. Und die zentrale Rolle kommt hier Portugal zu. Sollte Portugal den griechischen Weg einschlagen, besteht wenig Hoffnung, dass die Währungsunion auf die lange Sicht den immensen Refinanzierungsherausforderungen trotzen kann. Eines ist dennoch unabhängig von dem Ausgang des Kampfes um Portugal nicht wegzudiskutieren: Die Währungsunion und das europäische Bankensystem stehen mitten in einer Umbruchphase. Im Folgenden eine noch theoretische Analyse, ohne auf den sich daraus ergebenden Ausblick auf die Märkte verzichten zu wollen. weiterlesen …

The Final Countdown


Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein fatales Signal an die Märkte, da seit zwei Jahren versucht wird, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu vermeiden und man es versäumt hat, glaubwürdige Mechanismen zu etablieren, um den Druck von der Eurozone zu nehmen. Letztlich steht Griechenland trotz der bereits empfangenen Gelder aus dem ersten Rettungspaket schlechter da denn je. Angesichts des anstehenden Refinanzierungsbedarfs muss in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen werden. Der Countdown läuft. weiterlesen …

Die Welt braucht Banken - und Bankiers mit Ethos


„Wenn Du einen Freund brauchst, kauf‘ Dir einen Hund”, empfiehlt der zynische Investmentbanker Gordon Gekko in „Wall Street”, dem Kinohit der 1980er Jahre. Damals waren Banker noch Bankiers. Heute werden sie als Bankster bezeichnet, gelten als egoistische und von Gier besessene Volksfeinde. weiterlesen …

Die Wirtschaft läuft der Börse voraus - verkehrte Welt auf dem Balkan und dem Baltikum!


Weiterhin nur sehr zögerlich haben die Aktienmärkte auf dem Balkan/Baltikum auf die fortgesetzte Stabilisierung an den führenden Weltbörsen reagiert. Hier zeigt sich erneut, dass die Korrelation zu Europa nicht 1:1 ist. Sollten der Tiefpunkt an den westeuropäischen Börsen erreicht worden sein, dürfte es demnächst auch an den baltischen- und Balkan Börsen wieder deutlich stärker aufwärts gehen. Nach wie vor sind die Wachstumsaussichten in diesen Ländern sehr positiv, wie nachfolgende Informationen aus den jeweiligen Ländern bestätigen:

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Eurokrise: Eine Muh, eine Mäh, eine Tätärätätä


Die von der Presse ausgerufene Rückkehr der Eurokrise angesichts der Entwicklungen in Spanien und Griechenland impliziert ja, dass diese irgendwann mal weg war. Diese Ansicht teilen wir nicht. Es handelt sich letztlich um eine strukturelle Krise der Währungsunion. Die Lösung wird nun in der Heilung der Fundamentalsituation gesucht, während elementare Mechanismen des Kapitalmarktes ignoriert werden. Die Problematik der engen Verknüpfung des Bankensystems mit den Staaten kann auch durch Verbote (Staaten-CDS) nicht gelöst werden. Letztlich wird versucht, mit viel Schminke die grundsätzlichen Konstruktionsfehler der Währungsunion zu übertünchen – ohne diese nachhaltig zu ändern. weiterlesen …

Die Welle und die griechische Tragödie


Vor 2.500 Jahren schrieb der griechische Dichter Thespis, die erste griechische Tragödie, ohne zu ahnen, dass der Titel die Inhalte noch Jahrtausende überleben würde. Bei den großen Spielen in Athen trat er zwischen 536 v. Chr. und 533 v. Chr. bei einem Tragödienwettstreit in Erscheinung. Er führte 534 v. Chr. die erste Tragödie auf, indem er dem an Dionysosfesten (Bakchosfesten) singenden und tanzenden Chor (mit menschlichen Masken) erstmals einen Schauspieler (in der Tracht des Dionysos) gegenüberstellte. weiterlesen …

Panik


“Wenn Du absolut nicht mehr weißt, was Du tun sollst, dann ist es Zeit für Panik.” John van der Wiel; niederländischer Schach-Großmeister

Auch wenn angesichts der Krisenherde der letzten Jahre ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kann 2011 durchaus als geschichtsträchtig eingestuft werden. Während der Druck auf die Aktienmärkte hinsichtlich der Erfahrungen aus 2008 noch durchaus als moderat bezeichnet werden darf, haben vor allem die Rekordniveaus der Risikoaufschläge im Bankensektor und bei vielen Staaten zu Zweifeln am Finanzsystem im Allgemeinen geführt. Das Lager der Krisenapostel hat hierbei stetigen Zulauf erfahren, wobei in einem Wettkampf der düsteren Aussichten sogar der sofortige Rückfall in die Anarchie nicht mehr ausgeschlossen wird. Diese Tendenzen kulminierten im November 2011 zu panikartigen Entwicklungen insbesondere im Kreditmarkt. Obwohl wir uns standesgemäß mit allzu positiven Ausblicken schwer tun, kommen wir nicht umhin, dieses Szenario durchaus als Chance zu begreifen. Bei der aktuellen Dominanz derjenigen, die Gold als einzige Antwort auf die aktuelle Situation verstehen, erscheinen riskante Asset-Klassen zumindest teilweise sehr attraktiv bewertet. Wenn man das Anarchieszenario ausschließt, gibt es vor allem zwei Marktsegmente, die in 2012 profitieren werden: Financials und Staatsanleihen der in 2011 vom Markt Gescholtenen. weiterlesen …

Die Angst des Tormanns beim Elfmeter


Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.
K.-H. Waggerl

Obwohl die Griechenlandkrise einige sehr spezielle Facetten aufweist, zeigt sie zwei zentrale Schwachpunkte des globalen Finanz- und Wirtschaftsystems auf: Die Bereitstellung von Liquidität und die Umverteilung von durch diese Liquidität geschaffenem Wohlstand. Es wird zu viel Finanzvermögen geschaffen und dieses wird ungerecht verteilt. Zur Beseitigung dieser Probleme bedarf es drei grundlegender Reformen: weiterlesen …