Mikrofinanz in der Konsolidierung


Finanzkrise bremst die Expansion der sozialen Wachstumsbranche

Die Finanzkrise hat gezeigt, dass der Mikrofinanzsektor nicht völlig immun gegen negative Entwicklungen auf internationalen Finanzmärkten ist. Bislang stellt der Sektor jedoch unter Beweis, dass er in den vergangen Jahren eine solide Basis aufgebaut hat, die es ihm ermöglicht, weitgehend unversehrt aus der Krise hervorzugehen. So prognostiziert CGAP dem Mikrofinanzinvestor eine finanzielle Euro Rendite von 3,5% für das Jahr 2009  – in Verbindung mit der sozialen Rendite in diesen Zeiten ein gutes Geschäft!

Seit dem die UNO das Jahr 2005 zum Jahr des Mikrokredits erklärt hat und im darauf folgenden Jahr Mohammad Yunus und die bengalische Grameen Bank mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden, ist das Thema Mikrofinanz über die Expertenkreise hinaus weit bekannt geworden. Schon längst sind Mikrokredite, die meist nicht mehr als einige hundert Dollar umfassen und vorwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern an Kleinstgewerbetreibende vergeben werden, zu einem anerkannten Mittel der Armutsbekämpfung geworden. weiterlesen …

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Rentabel und sicher investieren mit Nachhaltigkeitsbonus


Mehr Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit steigert die Attraktivität des Sektors

In Zeiten der Unsicherheit und der Schnelllebigkeit besinnen sich immer mehr Menschen fortbestehender Werte und suchen nach Beständigkeit. Viele von ihnen orientieren sich am Trend der Nachhaltigkeit. In Europa ist dieser Trend mittlerweile auch auf den Finanzmärkten angekommen. Gemäß einer Studie von Eurosif sind fast 18% aller europäischen Investments nachhaltig.  Erstaunlicherweise sitzt Deutschland im Bereich der nachhaltigen Investments noch auf der europäischen Hinterbank: Hier sind gerade einmal 0,7% aller Gelder nachhaltig investiert. Doch warum sieht es so aus, als würden wir Deutsche den Anschluss an die europäische Entwicklung verlieren?

Unwissen ist sicher nur ein Grund für die Nachzügler Position Deutschlands. Viele Investoren überblicken noch nicht, was sich hinter dem Begriff der nachhaltigen Investments verbirgt. Grundsätzlich wird hier zwischen drei Kernthemen unterschieden: Klimaschutz, sozialer Frieden und Gesundheit. Doch vielen der angebotenen Fonds und Lösungen fehlt die Transparenz, damit die Investoren ableiten können, welches Nachhaltigkeitsziel verfolgt wird und welche Methodik bei der Selektion des Portfolios genutzt wird. Wie das jüngste Beispiel der PAX Bank zeigte, sind erhebliche Imageschäden die Folge, wenn das Gebot der Transparenz nicht genügend beachtet wird. 

Defensive Nachhaltigkeitskonzepte sind noch Mangelware

Darüber hinaus schrecken vor allem die privaten Investoren vor nachhaltigen Investments zurück, weil sie als sehr viel risikoreicher gelten als herkömmliche Investments. Diese Vorbehalte erscheinen nachvollziehbar. Statistiken des BVI zeigten, dass die in Deutschland zugelassenen, nachhaltigen Publikumsfonds im Jahr 2008 einen Wertverlust von rund 42% hinnehmen mussten, während die Gesamtheit aller hier zulässigen Publikumsfonds  nur einen Wertverlust von 21% zu verzeichnen hatte. Warum sind die Verluste ausgerechnet bei den nachhaltigen Investments so hoch ausgefallen? Viele nachhaltige Investments haben eine sehr hohe Aktienquote mit der natürlich auch ein erhöhtes Risiko einhergeht. Diese hohe Aktienquote entsteht bei nachhaltigen Investments leicht, weil es im Bereich des Geldmarktes und der Immobilien keine nachhaltigen Investmentalternativen gibt. Allein  Geldmarkt und Immobilien haben, laut BVI, insgesamt einen Anteil von etwa 28% an den traditionellen Publikumsfonds. Letztlich mangelt es also schlichtweg am Angebot von defensiven Lösungen im Nachhaltigkeitsbereich.

Mehr Freiheitsgrade reduzieren das Risiko                                                                             

Nachhaltigkeit und Risikomanagement müssen jedoch nicht zwangläufig in einem Gegensatz zueinander stehen. Mit der Definition konkreter Nachhaltigkeitsziele und dem pragmatischen Umgang mit den verschiedenen Methoden zur Umsetzung nachhaltiger Investitionsstrategien können beide Ziele einfach in Einklang gebracht werden. Die vier Methoden des Baukasten sind die Anwendung von Positivkriterien, also die bewusste Auswahl von Investments, die zur Erreichung eines nachhaltigen Kernthemas beitragen und die Anwendung von Negativkriterien, die solche Investments ausschließen, die im Gegensatz zum Nachhaltigkeitszielen des Fonds stehen. Darüber hinaus kann durch Engagement Einfluss auf die Unternehmensführung einzelner Investments genommen werden. Dies kann z.B. durch Stimmbündelung erfolgen oder durch das Kontaktieren der Investor Relations Abteilung. Die vierte Methode des Baukastens ist gesellschaftliche Verantwortung, die vom Fondsmanagement wahrgenommen wird, z.B. durch Spenden für das jeweilige Nachhaltigkeitsziel oder aktive Mitarbeit in entsprechenden Verbänden oder Projekten. Aus der Kombination der vier Methoden des Nachhaltigkeitsbaukastens und der Fokussierung auf möglichst nur 1 Nachhaltigkeitsziel je Portfolio ergeben sich Freiheitsgrade, die genutzt werden können, um Risiko, Rendite und Nachhaltigkeit in Balance zu bringen. Von absoluter Bedeutung ist es jedoch, dass diese Freiheitsgrade transparent gemacht werden und als gewollter Kompromiss für den Anleger deutlich werden. Nur so ist gewährleistet, dass nachhaltige Investments nicht als Mogelpackung abgestraft werden und der positive Trend zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung bei der Geldanlage ungebrochen bleibt.

Wachstumsdelle: Mikrofinanz in der globalen Finanzkrise!


Ein Fazit aus dem Annual Meeting 2009 des European Fund for Southeast Europe (EFSE)

DIE WIRTSCHAFTSKRISE TRIFFT DIE SCHWELLENLÄNDER

Während die aktuellen Presseberichte sich noch mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bilanzen der Industriestaaten befassten, brachen in den letzten Monate mehrere Schockwellen gleichzeitig über viele Schwellenländer herein. Der Einbruch der globalen Nachfrage führte vor allem auf den Werkbänken der Niedriglohnländer zu einem harten Produktionseinbruch. Ohne Arbeitsmarktregulierungen verursacht dies unmittelbar steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne in diesen Regionen. Durch die allgemeine Vertrauenskrise wurden erhebliche Gelder aus den Schwellenländern abgezogen und wieder in Hartwährungsländern geparkt. Zugleich erfasste die lokalen Banken eine massive Vertrauenskrise durch die eigene Bevölkerung. Ein deutlicher Abzug der Spareinlagen ist die Folge. weiterlesen …

Mikrofinanzkredite: Leistungsorientierung statt Sicherheiten


Pedro Sanchez steigt von seinem Moped ab, schüttelt sich den Staub von 3 Stunden Fahrzeit ab und breitet eine große Tabelle mit Namen von Kreditnehmern auf den Tisch in der Mitte des kleinen Dorfes aus: Die Zweigstelle der Kreditgenossenschaft „Finca“ in Mexiko hat damit geöffnet. Die Kunden, meist Frauen warteten schon und stellen sich nun auf, um eine nach der anderen ihre monatliche Zins- und Tilgungsrate an den Bankmitarbeiter zu übergeben. Bankgeheimnis ist hier ein Fremdwort. Im Gegenteil, da alle Frauen gemeinsam für ein Darlehen von 1.500 USD haften, sind sie darauf bedacht, das jedes Mitglied dieser Kreditgemeinschaft seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt. Erst wenn das gesamte Darlehen zurückgeführt ist, kann die Gemeinschaft einen neuen Kredit aufnehmen, um damit neue Nutztiere, Handels- oder Handwerksmaterial zu kaufen. Darlehen für rein Konsumzwecke sind unerwünscht, denn die Kleinkredite haben das Ziel, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Dorfes zu steigern. Mit den Erlösen aus ihren unterschiedlichen Gewerben können die Frauen nicht nur die Kredite zurückführen, sondern auch die Ernährung und Gesundheit ihrer Familie verbessern, die Wohnqualität erhöhen und die Ausbildung der Kinder sicher stellen. weiterlesen …

Deutschland hat Nachholbedarf bei nachhaltigen Investments


Pragmatische Nachhaltigkeitskonzepte weisen den Weg

Schnelllebigkeit, blinder Wachstumsglaube und die Knappheit der fossilen Energieressourcen haben die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in vielen Industriestaaten geprägt. Aus der „grünen“ Gegenbewegung, die sich in den 80er Jahren entwickelte, entwickelte sich unter dem Schlagwort „Nachhaltigkeit“ ein neuer Zeitgeist. Vor allem in Deutschland setzt sich nachhaltiges Denken und Handeln in allen möglichen Lebensbereichen durch. Auch im Bereich der Finanzprodukte hat sich mit den nachhaltigen Geldanlagen, auch Socially Responsible Investments (SRI) genannt, ein entsprechendes Angebot entwickelt. Vor allem über Investmentfonds wurden Anlageideen entwickelt, die den Zielen Klimawandel, Gesundheit und sozialer Frieden dienen sollen.

Deutsche Anleger auf der Hinterbank

Trotz der günstigen Ausgangssituation, stellt sich die Frage ob es sich bei nachhaltigen Geldanlagen noch um Nischenprodukte handelt oder ob sie bereits ein etablierter Bestandteil der deutschen Geldanlagen sind. Eine Studie von Eurosif untersuchte in 2008, welchen Anteil nachhaltige Investments an allen investierten Geldern in 13 europäischen Ländern haben. Eurosif unterscheidet hier zwischen nachhaltigen Investments im engeren Sinne und nachhaltigen Investments im weiteren Sinne, die Nachhaltigkeit als Zusatzkomponente berücksichtigen, z.B. durch ein oder zwei Ausschlußkriterien. Das Ergebnis der Studie ist zunächst nicht überraschend, denn es zeigt sich, dass nachhaltige Investments in Europa schon ein bedeutendes Ausmaß erreicht haben. Insgesamt wurden im Durchschnitt aller Länder fast 18% aller Gelder nachhaltig investiert. Davon waren Im bereits knapp 4% aller Gelder nachhaltig im engeren Sinne investiert, circa 14% aller Investments berücksichtigen Nachhaltigkeit als Zusatzkomponente. Erstaunlich ist jedoch, dass Deutschland weit hinter dem europäischen Durchschnitt zurück liegt. Zum Stichtag der Studie, Ende 2007 waren hier zu Lande gerade einmal 0,7% der Gelder nachhaltig investiert. Wie lässt sich diese geringe Quote mit der Vorbildrolle Deutschlands im Bereich der Umwelt- und Klimaschutztechnologien vereinen?

Weniger ist manchmal mehr

Da Nachhaltigkeitsinvestments im Schwerpunkt über Aktien und Aktienfonds abgebildet werden, bietet die grundsätzliche Zurückhaltung der deutschen Anleger gegenüber Aktienkapital eine Teilerklärung. Einen weiteren Schlüssel für die deutsche Zurückhaltung bei SRI liefert die Studie selbst. Während in Europa die Nachhaltigkeitsinvestments im erweiterten Kontext einen klaren Schwerpunkt bilden, finden sich in deutschen Depots und Vermögensverwaltungen solche Kompromisslösungen zwischen Nachhaltigkeit, Risiko und Rendite gar nicht. Ganz offensichtlich wird in Deutschland viel stärker als im Ausland polarisiert. Da nur sehr wenige Banken und Anlageberater wirklich in der Tiefe in den Fragen der Nachhaltigkeit geschult sind, scheuen viele Finanzberater eine aktive Empfehlung von Nachhaltigkeitsinvestments. Wer weiß schon, ob in der Fabrik, die Transformatoren für Windmühlen baut, auch Turbinen für Kohlekraftwerke geschraubt werden? Sind die wettbewerbsfähigen Preise eines Textilherstellers vielleicht das Ergebnis eines verwerflichen Lohndumpings? In welche Unternehmen kann man dann überhaupt noch investieren? Bevor sie hier auf dünnem Eis stehen, verzichten die meisten deutschen Finanzexperten völlig auf nachhaltige Anlageberatung. So sind es die informierten Kunden und die engagierte Presse, die bei dem Thema Nachhaltigkeit auf Perfektion drängen und damit vor allem eine breite Risikostreuung für die Verwalter deutlich erschweren. Die im restlichen Europa erfolgreichen Kompromisse zwischen Nachhaltigkeit, Risiko und Rendite, die eine weitaus breitere Zahl von Anlegern ansprechen, sind in Deutschland aus dem Blickfeld geraten.

Risiko, Rendite und Nachhaltigkeit in Balance

Einige wenige institutionelle Anleger wie z.B. kirchliche Pensionskassen und erste Publikumsfonds weisen durch ein klares Konzept und viel Transparenz einen Ausweg aus der deutschen Perfektionsfalle: Anstatt Nachhaltigkeit zu dem führenden Prinzip der Geldanlage zu erklären, werden Nachhaltigkeit, Risiko und Rendite gleichgewichtig in Balance gebracht. Praktisch bedeutet dies, dass der Vermögensverwalter zunächst die Nachhaltigkeitsziele für sich und den Anleger bewertet und dadurch möglicherweise das Profil der Lösung schärft. Vielleicht ist es für einen nachhaltig orientierten Anleger akzeptabel, dass ein Fonds in seinem Portefeuille das Thema Klimaschutz abdeckt, ein zweiter sich mit gesunder Ernährung und Vermeidung von Umweltverschmutzung befasst und ein dritter Fonds sich dem Ziel Sozialer Frieden widmet, anstatt ein Produkt zu suchen, dass alle drei Ziele gleichermaßen abdeckt. Durch diese Fokussierung erhält jede einzelne Lösung ein breiteres Anlagespektrum und kann damit die Risikokosten senken. Weitere Freiräume erhält der Vermögensverwalter, wenn er das Nachhaltigkeitskonzept mit einem Baukasten von Nachhaltigkeitsstrategien umsetzt, anstatt sich auf eine Methode zu konzentrieren. Die vier wichtigsten Strategien sind Positivkriterien, Ausschlusskriterien, Engagement und andere Ausdrucksformen gesellschaftlicher Verantwortung und wurden im Beitrag “Nachhaltigkeit muß transparenter werden” in der Vermögenszeitung näher analysiert.

Vom Dogmatismus zum Pragmatismus

Damit die deutschen Gelder wenigstens genauso nachhaltig arbeiten, wie die europäischen, ist ein Wandel vom Dogmatismus zum Pragmatismus wünschenswert. Wenn es gelingt, breitere Anlegerschichten aktiv für ausgewogene Nachhaltigkeitsinvestments zu begeistern, wird auch das Volumen der Gelder anwachsen, wo Nachhaltigkeit die oberste Priorität hat. Erste Produktlösungen weisen den Weg und nun bedarf es nur noch einer Integration der Berater, damit sich Deutschland nicht mehr für seine Geldanlagen schämen muss.

Nachhaltigkeitsinvestments müssen transparenter werden


Die Finanzkrise hat uns gelehrt, dass Verantwortung und Nachhaltigkeit das Fundament allen menschlichen Handelns bilden sollten. Neben der Rendite, dem Risiko und der Liquidität einer Geldanlage interessieren sich Investoren auch immer mehr für die Nachhaltigkeit eines Investments. Doch welche Investments schaffen es überhaupt die vier Ziele in Einklang zu bringen? Immerhin haben auch ökologische Investments in der Krise erheblich an Wert verloren, so dass das Risiko einer fundamental nachhaltig ausgerichteten Anlagestrategie zunehmend hinterfragt wird. Transparenz ist die notwendige Voraussetzung um Rendite, Risiko und Nachhaltigkeit ins Gleichgewicht zu bringen und neue Investorenkreise zu erschließen. weiterlesen …

Mikrofinanz: Geld verdienen und Gutes tun!


Stellen Sie sich vor, Sie stehen eines Tages vor Ihrem Geldautomaten und Sie erhalten dort kein Geld. Niemand akzeptiert mehr Ihre Kreditkarte, alle Banken haben einfach geschlossen. Für Ihren Immobilienkredit gibt es keine Verlängerung und selbst das Internetportal Ihrer Bank reagiert nicht mehr auf Ihr Passwort. Wie würde sich Ihr Leben ändern, wenn Sie alles Geld, was Sie dann noch besitzen, am Leib zu tragen hätten, oder Sie es in Ihrer Wohnung verstecken müssten?

Ein solcher Alptraum ist schwer vorstellbar, oder? weiterlesen …