Panik


“Wenn Du absolut nicht mehr weißt, was Du tun sollst, dann ist es Zeit für Panik.” John van der Wiel; niederländischer Schach-Großmeister

Auch wenn angesichts der Krisenherde der letzten Jahre ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kann 2011 durchaus als geschichtsträchtig eingestuft werden. Während der Druck auf die Aktienmärkte hinsichtlich der Erfahrungen aus 2008 noch durchaus als moderat bezeichnet werden darf, haben vor allem die Rekordniveaus der Risikoaufschläge im Bankensektor und bei vielen Staaten zu Zweifeln am Finanzsystem im Allgemeinen geführt. Das Lager der Krisenapostel hat hierbei stetigen Zulauf erfahren, wobei in einem Wettkampf der düsteren Aussichten sogar der sofortige Rückfall in die Anarchie nicht mehr ausgeschlossen wird. Diese Tendenzen kulminierten im November 2011 zu panikartigen Entwicklungen insbesondere im Kreditmarkt. Obwohl wir uns standesgemäß mit allzu positiven Ausblicken schwer tun, kommen wir nicht umhin, dieses Szenario durchaus als Chance zu begreifen. Bei der aktuellen Dominanz derjenigen, die Gold als einzige Antwort auf die aktuelle Situation verstehen, erscheinen riskante Asset-Klassen zumindest teilweise sehr attraktiv bewertet. Wenn man das Anarchieszenario ausschließt, gibt es vor allem zwei Marktsegmente, die in 2012 profitieren werden: Financials und Staatsanleihen der in 2011 vom Markt Gescholtenen. weiterlesen …

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