Über Griechen-Bonds und nutzlose Symbolpolitik
Zurzeit diskutiert alle Welt über die Milliarden, die in Zukunft aufgebracht werden müssen, um Griechenland vor der Staatspleite zu retten. Viel interessanter sind die Milliarden, die bislang zu unrecht als Risikoprämie gezahlt wurden. Diese sollten als Verhandlungsmasse mit den Banken genutzt werden.
Hätte Griechenland in den letzten zwanzig Jahren Zinsen auf deutschem Niveau gezahlt, wäre die Krise jetzt gar nicht so gefährlich und Griechenlands Haushalt wäre weniger belastet. Die Euro-Staaten, die jetzt Griechenland helfen, sollten Zinsen von den Anleihegläubigern zurückfordern. Ökonomisch, und in der Rückschau betrachtet, macht ein Risikoaufschlag auf Griechen-Bonds keinen Sinn, wenn man die Anleihenkäufer letztlich(!) doch rauskauft. Die vereinnahmten Risikoprämien sind daher die minimale Verhandlungsmasse bei einem denkbaren Haircut für Griechen-Anleihen. Genau so sollte man die Bankensolidarität organisieren.
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