Wie es mit der Konjunktur weitergeht
Jetzt ist wieder Katzenjammer: Der US-Arbeitsmarkt zeigt keine Wende an, der IWF warnt vor einem längerfristig schwachen Wachstum in Europa und auch das US-Defizit wird als Risikofaktor gesehen. Überraschend ist davon nichts, aber die aktuelle Nachrichtenlage ist ein Grund innezuhalten und prinzipiell über die Konjunktur nachzudenken.
Der nach eigener Sprachregelung wichtigste Konjunkturindikator ist hierzulande der “ifo-Geschäftsklima-Index”. Die Erwartungen sind zurzeit besser als die Lage und das Klima. Das ist auf Rückkopplungseffekte mit der Börse und der Börsenberichterstattung zurück zu führen: Diejenigen, die bei dem ifo-Index ihre Bewertungen abgeben, orientieren sich auch an der Kursentwicklung und Meldungen aus der Finanzbranche. Hierdurch kommt es zu sich selbst aufschaukelnden Bewertungen, die scheinbar realitätsfremd sind. Nur so ist zu erklären, wieso die ifo-Konjunkturuhr bereits wieder in der Aufschwungphase verortet ist und damit eine Fehldeutung nahe legt.
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