Wirtschaft neu denken: Wo kommt das zukünftige Wachstum her?


Wer dem als Bundeswirtschaftsminister gehandelten Rainer Brüderle aufmerksam zuhört, der fragt sich woher der Aufschwung in seiner Logik kommen soll. Der Mann hat nämlich offenkundig kein Konzept. Ohnehin steckt die Welt in einer Wachtumsfalle. Ein kurze Bestandsaufnahme.

Im ersten Semester Volkswirtschaft lernt jeder Student, dass Wachstum durch Entsparen und langfristig durch Investitionsprozesse generiert wird. Zudem gibt es Mechanismen, die aus umlaufendem Geld sozusagen andere Prozesse anregen können. Das sind die sogenannten Multiplikatoreffekte. Wer Wachstum fördern will, muss jetzt Anreize zum kreditfinanzierten Konsum geben - ohne das derart zu übertreiben wie die Amerikaner in den letzten Jahren. Im volkswirtschaftlichen Aggregat ist es kurzfristig zunächst egal, wer das Geld in die Hand nimmt - der Staat oder seine Bürger. Entscheidend ist nur, was damit angefangen wird.

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