Wirtschaft neu denken: Bankenpleiten organisieren und Banker schlechter bezahlen


Deutschland muss endlich einen Weg finden, Banken ohne Zukunft geordnet abzuwickeln. Bisher stemmt sich immer irgendwer gegen das Ende einer Bank, dabei sind Geldinstitute nichts anderes als risikotragende Unternehmen. Banken seien grundsätzlich systemrelevant und erhaltenswert hieß es vielerorts. Völlig absurd und schädlich.

In den USA, die mir ansonsten nicht sehr vorbildlich zu sein scheinen, haben in diesem Jahr bereits über 50 Banken die Lichter ausgeknipst: US-Bankenpleiten sind inzwischen also keine Seltenheit mehr, sondern ereignen sich dort statistisch zweimal pro Woche. Solch ein Massensterben ist uns bisher erspart geblieben. Das könnte an besser aufgestellten deutschen Banken, aber auch an dem hierzulande fehlenden Konzept für Bankeninsolvenzen liegen. Bei uns werden stattdessen hinter den Kulissen Anteile übernommen und Probleme werden verschleiert. Die Pleite einer Bank könnte eine Panik auslösen, heißt es als Begründung für manche Intransparenz - ganz zu schweigen von “Goldenen Handschlägen” für offensichtlich überforderte Manager. Das Gegenteil wäre richtig, um die Banker dauerhaft zu disziplinieren: Warum sollen beispielsweise Kunden nicht erfahren, dass die Chefs mancher Bank mit ihrem Geld gespielt haben? Es gibt keine ernstzunehmende Antwort darauf. Mehr Offenheit wäre zu wagen.

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