Märkte: Erholung auf tiefem Niveau
Nach dem brutalsten Ausverkauf der letzten 21 Jahre versuchten die Märkte in der letzten Woche ein Comeback. Obwohl praktisch jeder Erholungsversuch abverkauft wurde, blieb in der Breite doch ein Plus hängen. Vor dem Handelsstart in die neue Woche, in der die US-Quartalssaison an Fahrt aufnimmt, überwiegt dennoch die Angst vor neuen Hiobsbotschaften.
Für einige Wochen sah es so aus, als sollte das moderne Wirtschaftssystem von der Klippe fallen. Immer schneller und immer tiefer brachen die Weltbörsen in der vorvergangenen Woche ein – zwischen 18 Prozent im Dow Jones und 24 Prozent im Nikkei. Bei erdrutschartigen Verlusten in dieser Größenordnung braucht es kein Mathematikgenie, um die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion vorherzusagen.
Sie kam – und wie. Um mehr als zehn Prozent schossen die Aktienmärkte am letzten Montag in die Höhe. Doch die Rallye hielt nicht. Fast reflexartig ergriffen verunsicherte Anleger die Chance zum Ausverkauf, als der Dax wieder die Schwelle von 5300 Zählern überschritten hatte. Am Ende der Woche blieb der deutsche Aktienindex Dax bei nur noch 4782 Punkten stehen. Das sind zwar schon wieder fast 600 Punkte weniger als noch im Handelsverlauf am Dienstag, aber am Ende der Woche immerhin auch 5 Prozent mehr als noch sieben Tage zuvor. Gemessen am Startniveau des Jahres ist das jedoch nur ein schwacher Trost: Seit Januar liegt der deutsche Blue-Chip-Index nämlich um tiefrote 41 Prozent unter Wasser.
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