Crash: Deutscher Markt dürfte weiter unter Druck geraten


Nicht-Physiker werden sich gelegentlich fragen, wie eine Kettenreaktion aussieht. Börsianer könnten jetzt erleben wie dieses Phänomen an Aktienmärkten aussieht: Die US-Börsen gaben allesamt um mindestens acht Prozent ab. Heutnacht folgen die Asiaten. Besserung ist kaum zu erwarten. Eher das beschriebene Phänomen der Kette.

Der deutsche Aktienmarkt stoppte am Montag bei einem Indexstand von 5.808. Der Dax-Future lässt zum Handelsschluss auf eine deutlich schwächere Börseneröffnung schliessen. Der Future notierte am Abend bei 5.643 Punkten. Die Aussage des Future ist: Der Dax wird am letzten Verfall des Jahres im Dezember bei einem Kurs von 5.643 Punkten erwartet. Da der Future etwas “optimistischer” ist als der Index, dürfen die Börsianer morgen mit einem Start im Dax von 5.600 Punkten rechnen. Das wäre ein Overnight-Gap, eine Kurslücke, von über 200 Punkten und mehr als drei Prozent.

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US-Markt bricht ein. Abgeordnete versagen Rettungspaket die Zustimmung.


Die Regierung ist mit ihrem Rettungsplan für die Finanzindustrie gescheitert. Die Abgeordneten lehnten das Paket in einer Abstimmung ab. Die US-Regierung musste sowohl den Kongress als auch die Senatoren befragen. Die Abstimmung endete 228 zu 205 gegen den Paulson-Bush-Bernanke-Plan.

Die US-Börsen reagierten mit heftigen Kursabschlägen und nie gesehener Volatilität: Der marktbreite S&P 500-Index verlor zwischenzeitlich fast 100 Punkte in wenigen Minuten, was einer Reduktion von acht Prozent entspricht. Der Dow-Jones-Index reduzierte sich in der Spitze um mehr als 600 Punkte im Tagesverlauf (bis 20.30Uhr). Der Dax-Future brach kurz vor 8 Uhr bis 5.575 Punkte ein, erholte sich aber in der Folge wieder etwas. Der Dax-Future ging bei einem Stand von 5.643 Punkten aus dem Handel. Der Dow Jones verlor über 777 Punkte und der S&P-500-Index verlor ebenfalls 8,81 Prozent. Technologiewerte gaben mehr als 9 Prozent ab. Die Nasdaq verlor fast 200 Punkte und notiert bei einem Indexstand von 1983,73.

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Gezerre um das US-Rettungspaket - Finanzkrise trifft den Dax


Das US-Rettungspaket stand vor unerwarteten Hürden im US-Kongress. Sowohl Demokraten als auch Republikaner übten Kritik daran. Zum Ende der Woche gab es eine neue Schreckensnachricht: Die größte US-Sparkasse, Washington Mutual (WaMU) gibt auf und wird übernommen.

Die US-Parlamentarier wollten von US-Finanzminister Henry Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke Antworten darauf, ob die jetzige Rettungsaktion Erfolg bringen werde. Soweit wollte aber niemand gehen: Bernanke argumentierte andersrum: Die Märkte seien so ” fragil“, dass der vorgestellte 700-Milliarden-Dollar-Plan notwendig ist. Paulson malte Anfang der Woche weitere Bankpleiten und ausgetrocknete Kreditmärkte an die Wand.

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