The Final Countdown


Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein fatales Signal an die Märkte, da seit zwei Jahren versucht wird, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu vermeiden und man es versäumt hat, glaubwürdige Mechanismen zu etablieren, um den Druck von der Eurozone zu nehmen. Letztlich steht Griechenland trotz der bereits empfangenen Gelder aus dem ersten Rettungspaket schlechter da denn je. Angesichts des anstehenden Refinanzierungsbedarfs muss in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen werden. Der Countdown läuft.

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Panik


“Wenn Du absolut nicht mehr weißt, was Du tun sollst, dann ist es Zeit für Panik.” John van der Wiel; niederländischer Schach-Großmeister

Auch wenn angesichts der Krisenherde der letzten Jahre ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kann 2011 durchaus als geschichtsträchtig eingestuft werden. Während der Druck auf die Aktienmärkte hinsichtlich der Erfahrungen aus 2008 noch durchaus als moderat bezeichnet werden darf, haben vor allem die Rekordniveaus der Risikoaufschläge im Bankensektor und bei vielen Staaten zu Zweifeln am Finanzsystem im Allgemeinen geführt. Das Lager der Krisenapostel hat hierbei stetigen Zulauf erfahren, wobei in einem Wettkampf der düsteren Aussichten sogar der sofortige Rückfall in die Anarchie nicht mehr ausgeschlossen wird. Diese Tendenzen kulminierten im November 2011 zu panikartigen Entwicklungen insbesondere im Kreditmarkt. Obwohl wir uns standesgemäß mit allzu positiven Ausblicken schwer tun, kommen wir nicht umhin, dieses Szenario durchaus als Chance zu begreifen. Bei der aktuellen Dominanz derjenigen, die Gold als einzige Antwort auf die aktuelle Situation verstehen, erscheinen riskante Asset-Klassen zumindest teilweise sehr attraktiv bewertet. Wenn man das Anarchieszenario ausschließt, gibt es vor allem zwei Marktsegmente, die in 2012 profitieren werden: Financials und Staatsanleihen der in 2011 vom Markt Gescholtenen. weiterlesen …

Die Welt braucht Banken - und Bankiers mit Ethos


„Wenn Du einen Freund brauchst, kauf‘ Dir einen Hund”, empfiehlt der zynische Investmentbanker Gordon Gekko in „Wall Street”, dem Kinohit der 1980er Jahre. Damals waren Banker noch Bankiers. Heute werden sie als Bankster bezeichnet, gelten als egoistische und von Gier besessene Volksfeinde. weiterlesen …

Die Wirtschaft läuft der Börse voraus - verkehrte Welt auf dem Balkan und dem Baltikum!


Weiterhin nur sehr zögerlich haben die Aktienmärkte auf dem Balkan/Baltikum auf die fortgesetzte Stabilisierung an den führenden Weltbörsen reagiert. Hier zeigt sich erneut, dass die Korrelation zu Europa nicht 1:1 ist. Sollten der Tiefpunkt an den westeuropäischen Börsen erreicht worden sein, dürfte es demnächst auch an den baltischen- und Balkan Börsen wieder deutlich stärker aufwärts gehen. Nach wie vor sind die Wachstumsaussichten in diesen Ländern sehr positiv, wie nachfolgende Informationen aus den jeweiligen Ländern bestätigen:

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Börse und Anlagestrategie: Das Palingenesis Investmentparadigma


Die Turbulenzen in der Wirtschaft und Politik führen dazu, dass Investoren ihre alte Anlagestrategie überdenken. Sie suchen nach Wegen um besser mit Krisen umzugehen. Allerdings würde die Suche nach einer besseren Prognosequalität in eine Sackgasse führen. Auch der Versuch, den Weg zurück in die Vergangenheit zu finden, führt in die Irre. Dabei bietet eine Krise auch Gutes.

Die alte Weltanschauung, mit der die Mehrheit der Investoren bewusst oder unbewusst lange Zeit gearbeitet hat, hat ausgedient. Sie ist weder in der Lage, die Herausforderungen, vor denen Investoren stehen, zu erklären, noch ist sie in der Lage, Investoren einen Weg in die Zukunft zu zeigen.

Anstelle des alten - linearen - Investmentparadigmas, schlagen wir ein neues - non-lineares - Investmentparadigma vor, dem wir den Namen Palingenesis (Neuschöpfung, Wiedergeburt) gegeben haben. weiterlesen …

Kassensturz Börse: Wie geht es weiter?


Die europäischen Aktienmärkte haben eine scharfe Korrektur erlebt, die amerikanischen Aktienmärkte eine deutlich kleinere. Gleiches gilt für die „Growth Economies”, wobei diese bereits sehr viel früher eine stetige Korrektur erlebten. Die effektive Verzinsung der Staatsanleihen der USA, von Deutschland und Japan befindet sich auf einem absoluten Tiefpunkt. Die Rohstoffmärkte haben eine kleinere aber stetige Korrektur gesehen. Die große Mehrheit der Anleger legt prognosebasiert an, und fragt sich jetzt, wie es an den Finanzmärkten jetzt weiter gehen wird. weiterlesen …

Sind Alternative Investments der neue Safe Haven?


Mehr als fünfzig Jahre lang galten Staatsanleihen als der sichere Hafen, wenn Anleger anderen Assetklassen nicht mehr vertrauten. Zudem waren Staatsanleihen in den letzten dreißig Jahren besonders attraktiv, weil sie den Rückenwind sinkender Zinsen, die Buchgewinne generierten, genießen konnten. Wenn andere Anlagen Verluste machten oder zu unsicher wurden, gab es für den Anleger im Zweifelsfall immer die Staatsanleihen. Staatsanleihen waren der Safe Haven. Diese Ära ist zu Ende gegangen. weiterlesen …

Die Angst des Tormanns beim Elfmeter


Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.
K.-H. Waggerl

Obwohl die Griechenlandkrise einige sehr spezielle Facetten aufweist, zeigt sie zwei zentrale Schwachpunkte des globalen Finanz- und Wirtschaftsystems auf: Die Bereitstellung von Liquidität und die Umverteilung von durch diese Liquidität geschaffenem Wohlstand. Es wird zu viel Finanzvermögen geschaffen und dieses wird ungerecht verteilt. Zur Beseitigung dieser Probleme bedarf es drei grundlegender Reformen: weiterlesen …

Der Einsatz von Publikumsfonds als „Türöffner” bei institutionellen Investoren


O-Ton vor einigen Jahren: „IFRS im Vormarsch”, „Tod des Spezialfonds”, „Publikumsfonds werden auch bei Institutionellen populärer” - gegenwärtig zeichnen sich zumindest auf der Medienseite eine breite Akzeptanz für dieses Produkthülle ab, auch bei den Institutionellen hat sich dieser Trend durchgesetzt. weiterlesen …

The Modern World: Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.


Wir sind ja durchaus nicht abgeneigt, Kritik zu üben und haben das bezüglich der grundlegenden Idee aber auch vor allem bezüglich der Umsetzung der Griechenlandrettung ausführlich getan. Diesen Artikel wollen wir aber der Frage widmen, ob eine Pleite Griechenlands aktuell (nicht prinzipiell) immer noch die bessere Lösung ist. Letztlich sind die ökonomischen Kosten eines Zahlungsausfalls Griechenlands in den letzten Monaten gestiegen, weshalb es nun durchaus die bessere Alternative sein kann, weitere Hilfsmaßnahmen umzusetzen. Das führt in letzter Konsequenz in eine Transferunion, die ihre politische Mehrheit erst noch finden muss. Die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Private Sector Involvements (PSI), der Freigabe der nächsten Tranche des Rettungspakets und der Umsetzung einer langfristigen Lösung (ESM) bedingt einige Opportunitäten an den Kreditmärkten, die für Investoren mit einer gewissen Resistenz gegen Marktschwankungen langfristig sehr profitable Renditen versprechen. weiterlesen …