Eurokrise: Eine Muh, eine Mäh, eine Tätärätätä


Die von der Presse ausgerufene Rückkehr der Eurokrise angesichts der Entwicklungen in Spanien und Griechenland impliziert ja, dass diese irgendwann mal weg war. Diese Ansicht teilen wir nicht. Es handelt sich letztlich um eine strukturelle Krise der Währungsunion. Die Lösung wird nun in der Heilung der Fundamentalsituation gesucht, während elementare Mechanismen des Kapitalmarktes ignoriert werden. Die Problematik der engen Verknüpfung des Bankensystems mit den Staaten kann auch durch Verbote (Staaten-CDS) nicht gelöst werden. Letztlich wird versucht, mit viel Schminke die grundsätzlichen Konstruktionsfehler der Währungsunion zu übertünchen – ohne diese nachhaltig zu ändern. weiterlesen …

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Friedrich Nietzsche, Fondsboutiquen und die Wahrheit


„Was ist die Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern. Es gibt keine Fakten, nur Interpretationen”. Vielleicht ist dies eine gewagte Aussage von Friedrich Nietzsche, vielleicht kann man es gelegentlich auch als eine Zustandsbeschreibung des Bereiches Kapitalmarktprognosen bzw. Portfoliomanagement betrachten. Diejenigen, die Volkswirtschaftslehre als „Scheinwissenschaft” bezeichnen, verweisen auf die Finanzmarktkrise und die Aussagefähigkeit bzw. Nicht-Aussagefähigkeit von Kapitalmarktprognosen.

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You can’t always get what you want


Wir gehen, unserem optimistischen Naturell folgend, nach wie vor davon aus, dass das griechische Problem temporär gelöst ist und die Währungsunion Bestand hat. Dieser Gedanke basiert auf dem Glauben, dass sich die ökonomische Ratio durchsetzt. Allerdings muss man eingestehen, dass die Ratio für den Fortbestand der EWWU eine untergeordnete Rolle spielt. Die Frage wird vielmehr sein, wie viel Glaubwürdigkeit die Institution der Währungsunion im Prozess der Umstrukturierung griechischer Staatsanleihen verspielt hat. Und die zentrale Rolle kommt hier Portugal zu. Sollte Portugal den griechischen Weg einschlagen, besteht wenig Hoffnung, dass die Währungsunion auf die lange Sicht den immensen Refinanzierungsherausforderungen trotzen kann. Eines ist dennoch unabhängig von dem Ausgang des Kampfes um Portugal nicht wegzudiskutieren: Die Währungsunion und das europäische Bankensystem stehen mitten in einer Umbruchphase. Im Folgenden eine noch theoretische Analyse, ohne auf den sich daraus ergebenden Ausblick auf die Märkte verzichten zu wollen. weiterlesen …

Aktienmarkt und Absicherungsstrategien: Hedgen oder hedgen?


Spätestens wenn die Aktienmärkte größere Verluste hinlegen, machen Anleger sich über Absicherungsstrategien Gedanken. Dabei gibt es zwei Sorten von Absicherungsstrategien. weiterlesen …

Trends zu SRI-Investments: Geschlossene Fonds, Offene Fonds und das Gras in Nachbars Garten


Friedrich August von Hayek (Nobelpreisträger, Ökonomie) hat einmal den Begriff der Katallaxie bemüht, als er eigentlich nur zum Ausdruck bringen wollte, dass moderne Ökonomien durch die zunehmende Arbeitsteilung bzw. „Optimierung der Wertschöpfungskette” immer größere Möglichkeiten für die Beteiligten bieten. weiterlesen …

Panik


“Wenn Du absolut nicht mehr weißt, was Du tun sollst, dann ist es Zeit für Panik.” John van der Wiel; niederländischer Schach-Großmeister

Auch wenn angesichts der Krisenherde der letzten Jahre ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kann 2011 durchaus als geschichtsträchtig eingestuft werden. Während der Druck auf die Aktienmärkte hinsichtlich der Erfahrungen aus 2008 noch durchaus als moderat bezeichnet werden darf, haben vor allem die Rekordniveaus der Risikoaufschläge im Bankensektor und bei vielen Staaten zu Zweifeln am Finanzsystem im Allgemeinen geführt. Das Lager der Krisenapostel hat hierbei stetigen Zulauf erfahren, wobei in einem Wettkampf der düsteren Aussichten sogar der sofortige Rückfall in die Anarchie nicht mehr ausgeschlossen wird. Diese Tendenzen kulminierten im November 2011 zu panikartigen Entwicklungen insbesondere im Kreditmarkt. Obwohl wir uns standesgemäß mit allzu positiven Ausblicken schwer tun, kommen wir nicht umhin, dieses Szenario durchaus als Chance zu begreifen. Bei der aktuellen Dominanz derjenigen, die Gold als einzige Antwort auf die aktuelle Situation verstehen, erscheinen riskante Asset-Klassen zumindest teilweise sehr attraktiv bewertet. Wenn man das Anarchieszenario ausschließt, gibt es vor allem zwei Marktsegmente, die in 2012 profitieren werden: Financials und Staatsanleihen der in 2011 vom Markt Gescholtenen. weiterlesen …

Haftungsdach oder § 34f GewO?


Gegenwärtig bereiten die meisten Fondsvermittler nach § 34c der Gewerbeordnung sich auf ihre Zukunft als Finanzanlagenvermittler nach § 34 f GewO vor. Sie fragen sich, welche Anforderungen sie erfüllen müssen und welche Geschäftsmodelle Ihnen künftig zur Verfügung stehen. Die Medien greifen diese Entwicklung auf und berichten über Anforderungen und Branchenentwicklungen. Dabei taucht manchmal auch ein ganz schräger Gedankengang auf. weiterlesen …

Die Welle und die griechische Tragödie


Vor 2.500 Jahren schrieb der griechische Dichter Thespis, die erste griechische Tragödie, ohne zu ahnen, dass der Titel die Inhalte noch Jahrtausende überleben würde. Bei den großen Spielen in Athen trat er zwischen 536 v. Chr. und 533 v. Chr. bei einem Tragödienwettstreit in Erscheinung. Er führte 534 v. Chr. die erste Tragödie auf, indem er dem an Dionysosfesten (Bakchosfesten) singenden und tanzenden Chor (mit menschlichen Masken) erstmals einen Schauspieler (in der Tracht des Dionysos) gegenüberstellte. weiterlesen …

Die Mär vom Hedgefonds


Hedgefonds werden in Deutschland missverstanden. Medien und Politiker verpönen sie. Banken bieten sie ihren privaten Kunden nicht an. Und Privatanleger werden nie wissen, was ihnen vorenthalten wird. weiterlesen …

The Final Countdown


Die Griechenlandkrise nimmt langsam präsidiale Ausmaße an - alles ist bereits gesagt, aber nichts entschieden. Das sendet ein fatales Signal an die Märkte, da seit zwei Jahren versucht wird, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu vermeiden und man es versäumt hat, glaubwürdige Mechanismen zu etablieren, um den Druck von der Eurozone zu nehmen. Letztlich steht Griechenland trotz der bereits empfangenen Gelder aus dem ersten Rettungspaket schlechter da denn je. Angesichts des anstehenden Refinanzierungsbedarfs muss in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen werden. Der Countdown läuft. weiterlesen …